Bundespolizei am Hauptbahnhof

18-Jähriger bespuckt Polizisten – dann täuscht er epileptischen Anfall vor

Die Bundespolizei hat am Dienstag einen 18-Jährigen am Dortmunder Hauptbahnhof festgenommen. Er wurde im Rahmen einer Kontrolle auffällig – obwohl er selbst gar nicht kontrolliert wurde.
Auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs kam es zu dem Vorfall. © Archiv

Ein 18-jähriger Mann aus Leipzig ist am Dienstag (26.1.) am Dortmunder Hauptbahnhof von der Bundespolizei festgenommen worden.

Laut einer Pressemitteilung kontrollierten Beamte gegen 22 Uhr eine vermisste 14-Jährige im Bahnhofsgebäude. Der 18-Jährige sei ihr Begleiter gewesen.

Bodycams kamen zum Einsatz

Der Leipziger „störte fortwährend die Kontrolle“, so die Bundespolizei. Er habe außerdem keinen Mund-Nasen-Schutz getragen.

Die Bundespolizei brachte den Mann zur Wache. Dabei schlug er „unvermittelt“ nach den Beamten und beleidigte sie, laut Pressemitteilung „hauptsächlich auf den Geschlechtsverkehr“ bezogen.

Auf der Wache habe der Leipziger einen Beamten bespuckt. Anschließend soll er einen epileptischen Anfall vorgetäuscht haben – ein von der Bundespolizei angeforderter Notarzt habe jedoch keine Erkrankung feststellen können.

Bei dem 18-Jährigen seien ein Mobiltelefon und mehrere Dokumente gefunden worden, die laut Bundespolizei „offensichtlich nicht zu ihm gehörten“. Zudem sei er mit ungefähr 1,2 Promille alkoholisiert gewesen.

Der Mann wurde ins Polizeigewahrsam gebracht. Den 18-Jährigen erwarten Strafverfahren wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Körperverletzung. Außerdem wird der Verstoß gegen die Corona-Schutzverordnung geahndet. Dafür wurden Bodycamaufzeichnungen der Bundespolizei gesichert.

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