100 Millionen Euro für Dortmunds Sporthallen – Das sind die größten Projekte

dzStädtische Sporthallen

Die Stadt Dortmund will ihre Sporthallen in den nächsten Jahren mit Millionenaufwand „fit“ machen. Es gibt auch eine Lösung für Vereine, die vorübergehend auf Hallen verzichten müssen.

Dortmund

, 07.11.2019, 06:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass viele Turn- und Sporthallen in Dortmund in die Jahre gekommen sind, beklagen Schulen und Sportvereine schon seit längerer Zeit. Die Stadt verspricht Abhilfe. 20 Millionen Euro habe man schon in den vergangenen Jahren in die Hallen gesteckt, erklärt Stadtdirektor Jörg Stüdemann. Und es sollen noch mehr werden.

„In den nächsten fünf bis sechs Jahren werden wird insgesamt rund 100 Millionen Euro in die Turn- und Sporthallen investieren. Zum Sanierungsfahrplan bis zum Jahr 2020, der jetzt der Politik vorgelegt wird, gehören insgesamt 80 Maßnahmen – kleinere, wie die Erneuerung von Böden, aber auch große Neubauprojekte.

Das größte ist der geplante Neubau einer bundesligatauglichen Wettkampfhalle nahe des U-Turms, die mehr als 3000 Zuschauerplätze bietet und auch von den benachbarten Berufskollegs genutzt werden kann. 28 Millionen Euro will die Stadt in den Neubau an der Unionstraße stecken. Mit dem Bau soll im November 2022 begonnen werden. Die Fertigstellung ist für Juli 2025 geplant.

Abriss und Neubau

Ein Ersatzneubau ist bekanntlich für die Sporthalle am Hörder Schulzentrum geplant. Die alte Halle soll Anfang 2020 abgerissen werden und so Platz machen für eine neue Halle, die im Herbst 2022 eröffnen soll. Kostenpunkt: rund 7,1 Millionen Euro.

Eine neue Dreifachturnhalle soll auch am Schulzentrum an der Schweizer Allee in Aplerbeck entstehen. Weitere Neubauten gibt es unter anderem am Heisenberg-Gymnasium in Eving und an der Gertrud-Bäumer-Realschule in der Nordstadt.

Abriss und Neubauten sind unter anderem am Schulzentrum Kreuzstraße und vielen Grundschulen und Hauptschulen in den Stadtteilen geplant. An vielen Standorten ist aber noch unklar, ob die bestehenden Hallen saniert oder durch Neubauten ersetzt werden. Das gilt auch für die Brügmann-Sporthallen in der Nordstadt. Hier sollen die Planungen erst 2022 beginnen.

Übergangsquartier in der Gartenstadt

Klar ist, dass für Vereine und Schulen, die wegen Neubauten und Sanierungen für eine gewisse Zeit auf ihre angestammten Hallen verzichten müssen, Ersatz geschaffen werden muss.

Als Übergangsquartier soll deshalb schon bis zum Herbst 2020 eine neue Dreifachsporthalle auf dem derzeit ungenutzten Sportplatz der Gesamtschule Gartenstadt an der Bunzlaustraße entstehen. Langfristig soll der Bau dann als zusätzliche Halle für die Innenstadt-Ost dienen.

Fördermittel nutzen

Für die Finanzierung setzt die Stadt auch auf die Hilfe von Bund und Land. Sie will für das Sporthallenprogramm Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm des Bundes und aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ nutzen.

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