Die Grillhütte hat Jürgen Eggers mittlerweile aufgeräumt. Das Foto auf seinen Handy zeigt den Zustand am Samstagmorgen. © Holger Bergmann
Vandalismus

Zerstörte Hütte: Ein Sportverein will den Tätern keine Ruhe lassen

Die Grill-Hütte auf dem Sportplatz im Dorney ist verwüstet. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Täter gefasst werden, ist gering. Doch der SuS Oespel-Kley will den Tätern den Spaß verderben.

Der Sportplatz im Dorney ist einer der abgelegensten in ganz Dortmund. Die nächsten Nachbarn leben alle außer Hörweite. Gleichzeitig bietet die Lage im Wald viele Fluchtmöglichkeit für illegale Besucher, falls sie doch mal erwischt werden.

In den vergangenen Wochen hatten Unbekannte diese „günstige“ Lage erkannt und mehrmals nächtliche Partys in der Grill-Hütte des SuS Oespel-Kley gefeiert. „Wir haben mehrmals morgens entsprechende Spuren gefunden“, berichtet der stellvertretende Platzwart Jürgen Eggers. Gemeint sind geleerte Spirituosen-Flaschen.

Eine besonders wilde Feier

Am Samstagmorgen (21.11.) fand Jürgen Eggers die Zeichen einer besonders wilden Feier. Diesmal hatten sich die nächtlichen Besucher nicht nur betrunken, mit dem Inhalt mehrerer Wodka-Flaschen, sondern sie hatten sich auch ausgetobt.

Mehrere Spanplatten der Hüttenwand hatten die Randalierer in kleine Teile zerlegt. Stühle wurden zerstört. „Ein Schaden von rund 500 Euro“, sagt Eggers. Wie so häufig ist es der Frust über den Mangel an Respekt der Eindringlinge, der den materiellen Schaden übersteigt.

Jürgen Eggers wohnt in der Nähe des Sportplatzes und hat als Rentner Zeit, praktisch täglich den Sportplatz zu besuchen. Aufräumen, lüften, sauber machen, irgendwas gibt es immer zu tun. Deshalb war er es auch, der den Schaden am Samstagmorgen als erster entdeckte.

Polizei will Sportplatz in Streifendienst einbeziehen

Der Verein kann praktisch nichts gegen nächtliche Besucher unternehmen. Doch der Vereins-Vorsitzende Heinz-Dieter Oldendorf hat die Initiative ergriffen. „Ich habe bei der Polizei angefragt, ob der Sportplatz nicht mal häufiger Besuch von einer Streife bekommen könnte.“

Die Polizei sagte zu, mit dem Hinweis: „Den Sportplatz am Dorney haben die Kollegen in Lütgendortmund schon immer im Blick, eben weil er so abgeschieden ist“, sagt Polizei-Sprecherin Nina Kupferschmidt.

Und deshalb hofft der Verein nun, dass sich die nächtlichen Besucher in Zukunft nicht mehr so ungestört fühlen. „Die können ruhig wissen, dass wir Vandalismus nicht so einfach hinnehmen“, sagt Oldendorf.

Der abgeschiedene Sportplatz hatte schon immer Probleme mit nächtlichen Randalierern oder Schmierern. Doch seit 2011 sei es eigentlich ruhig geworden., so Oldendorf.

Serie soll verhindert werden

Damals hatte die Stadt den Platz aufwendig erneuert, hatte einen Kunstrasen-Belag gebaut und einen Zaun. Der hatte lange Zeit für Ruhe gesorgt.

Eggers kann nur noch von einem Einbruch in die Umkleidekabinen berichten, bei dem aber nichts gestohlen wurde. Nun hofft der Verein, dass es mit Hilfe der Polizei-Präsenz keine neue Serie von Taten auf dem Sportplatz gibt.

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Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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