Die technische Infrastruktur des Bierrestaurants ist ein wichtiger Bestandteil des „Wintermarkts Lütgendortmund“. © Holger Bergmann
Coronavirus

„Wintermarkt“ hilft Händlern und Gewerbetreibenden durch den Lockdown

Schon mehrfach hat das Team von Dortmunds einzigem Bier-Restaurant mit Kreativität auf die Coronavirus-Pandemie reagiert. Nun gibt es eine neue Idee, von der viele profitieren können.

Wintermarkt klingt ein bisschen wie Weihnachtsmarkt und sorgt deshalb sofort für positive Assoziationen. Auch wenn es nicht viele Gemeinsamkeiten gibt: Der „Wintermarkt Lütgendortmund“ ist genauso wie ein Weihnachtsmarkt eine gute Erfindung.

Denn dahinter verbirgt sich eine neue Online-Plattform, die lokalen Unternehmen während der Coronavirus-Pandemie die Möglichkeit bietet, ihre Winter-Angebote, Waren und Dienstleistungen im Internet zu präsentieren. Am Montag (4.1.) ist der „Wintermarkt Lütgendortmund“ offiziell gestartet. Für Händler und Gewerbetreibende aus dem Stadtteil und der Region gibt es somit ab sofort eine pandemieunabhängige Einnahmequelle.

Restaurant nutzt seine technische Infrastruktur

Um den Betrieb des „Wintermarkts Lütgendortmund“ kümmert sich das Team von Dortmunds einzigem Bierrestaurant „Hopfen & Salz“ in Lütgendortmund. Geschäftsführer Antonio Link ist quasi der Erfinder. „Ich hab immer die verrückten Ideen und mein Team muss sie dann umsetzen“, sagt er. Seit Dezember bietet das Restaurant zum Beispiel digitale Kochshows an.

Seine Mannschaft bekäme schon Schnappatmungen, wenn er neue Ideen entwickelt, die er selbst nicht umsetzen kann, so Link. In diesem Fall nutzen die Mitarbeiter die technische Infrastruktur, die ursprünglich für das Restaurant programmiert worden ist. „Es ist uns gelungen, die Programmierung entsprechend anzupassen“, berichtet Max Zellmer, der die technische Seite des Projekts betreut.

„Zusammenhalt ist wichtig“

„Abstand halten, Kontakte reduzieren: Das ist in diesen Wochen wieder wichtiger denn je“, sagt Antonio Link. „Da aber viele Geschäfte keinen eigenen Online-Shop haben, kam uns die Idee mit dem Wintermarkt. In diesen außergewöhnlichen Zeiten ist besonders wichtig, dass wir vor Ort zusammenhalten.“

Antonio Link freut sich über die Unterstützung durch die Weinhandlung Uecker. Mit weiteren kreativen Ideen will er sich und sein Restaurant während des Lockdowns über Wasser halten.
Antonio Link freut sich über die Unterstützung durch die Weinhandlung Uecker. Mit weiteren kreativen Ideen will er sich und sein Restaurant während des Lockdowns über Wasser halten. © privat © privat

Bislang machen neun Anbieter beim „Wintermarkt Lütgendortmund“ mit. Das Angebot soll weiter wachsen. „Jeder, der Interesse hat, kann sich sehr gerne bei uns melden – egal, ob er aus Lütgendortmund kommt oder aus anderen Teilen der Stadt und der Region“, sagt Antonio Link. „Wir leiten dann alles weitere in die Wege.“

Auch Vereine und gemeinnützige Einrichtungen können mitmachen. Für sie ist die Teilnahme kostenlos. Händler und Gewerbetreibenden zahlen eine einmalige Gebühr von 99 Euro. „Die berechnen wir, damit die Plattform auch für Lieferungen funktioniert“, erklärt Max Zellmer. Um den Zusammenhalt zu demonstrieren, müssten Vereine nichts bezahlen.

Zu erreichen ist der „Wintermarkt Lütgendortmund“ unter folgender Adresse: https://app.wintermarkt-luedo.de. Weitere Infos gibt es unter der E-Mail-Adresse wintermarkt@wirsindbier.com.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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