Die Zukunft des Cafés ist noch ungewiss. Mittlerweile gibt es schon vier ernsthafte Bewerber, die das Lokal pachten möchten. © Stephan Schütze (Archiv)
Coronavirus

Vier Interessenten für Kult-Café – doch Corona bremst Übernahme aus

Das beliebte Café war eines der ersten Corona-Opfer. Mittlerweile steht es seit neun Monaten leer. Vier mögliche Nachfolger stehen bereit – doch die Krise macht eine Neuverpachtung schwierig.

Die Schließung des Kult-Cafés im Mai 2020 löste große Betroffenheit aus. Doch die Betreiber, die damals noch ganz am Anfang ihrer Selbstständigkeit standen, sahen nach dem ersten Corona-Lockdown keine andere Möglichkeit, als den Pachtvertrag zu kündigen.

Seitdem steht das „Café Blickpunkt“ in Lütgendortmund leer. An Interessenten mangele es nicht, sagt Inhaber Wilhelm Mohrenstecher auf Anfrage. Gleich vier Bewerber, alle mit Gastro-Erfahrung, möchten das Café an der Limbecker Straße als Pächter wiederbeleben.

Doch die Corona-Lage lasse eine Verpachtung aktuell nicht zu. „Weil niemand weiß, wie es weitergeht, was wann wie erlaubt sein wird“, so Mohrenstecher. Der Vermieter bleibt optimistisch: Nach dem Lockdown komme sicher schnell Bewegung in die Sache. Bei den Konditionen werde er dem Betreiber entgegenkommen.

Café-Glasbau als Schaufenster

Um den Passanten den traurigen Anblick eines leeren Cafés zu ersparen, nutze er den Glasvorbau des Cafés zurzeit als Schaufenster mit Artikeln aus der Drogerie Zimmermann.

„Zudem sich durch die Abstands- und Hygieneregeln, die wir beim Fertigen von Pass und Bewerbungsfotos einhalten müssen, die Präsentationsfläche im Geschäft stark verkleinert hat“, so Mohrenstecher.

Aktuell wird der Glasbau des Cafés Blickpunkt als Schaufenster genutzt.
Aktuell wird der Glasbau des Cafés Blickpunkt als Schaufenster genutzt. © Mohrenstecher © Mohrenstecher

Nach dem Prinzip „call and collect“ könnten sich die Kunden dort die Deko- und Geschenkartikel ansehen, dann anrufen und sie abholen.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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