In diesem Kita-Gebäude ist zukünftig Platz für 105 Kinder. © Holger Bergmann
Kindertagesstätten

U3-Betreuung in Dortmund: Der Westen blickt neidisch in den Süden

Neue Kita-Plätze braucht die Stadt: Im Dortmunder Süden ist die U3-Betreuung quantitativ besser aufgestellt als im Westen. Stadtweite Schlusslichter sind die drei Stadtbezirke aber nicht.

Der Bedarf an Kindergarten-Plätzen ist in Dortmund ungebrochen hoch. Vor allem beim Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren ist noch viel Luft nach oben.

Im Kindergartenjahr 2020/21 liegt die stadtweite Versorgungsquote für U3-Kinder bei 35,0 Prozent, für Kinder über drei Jahren bei 93,2 Prozent. Neue Kita-Plätze werden also dringend gebraucht, gerade für die ganz Kleinen.

Hier ist der Dortmunder Süden deutlich besser versorgt als der Dortmunder Westen. Während die Stadtbezirke Huckarde (34,7 %), Mengede (31,1 %) und Lütgendortmund (33,3 %) alle unter dem stadtweiten Durchschnitt liegen, ist die Situation in den südlichen Bezirken umgekehrt. Hombruch und Aplerbeck haben sogar schon die 40 Prozent überschritten.

Überangebot in Huckarde

Im kommenden Kindergartenjahr 2021/22 wird sich an der „Rangliste“ nichts ändern. Hombruch wird dann fast der Hälfte aller Kinder unter 3 ein Betreuungsangebot machen können (49,5 Prozent). Schlusslichter bleiben die Bezirke Innenstadt-Nord (30,5 %) und Scharnhorst (32,7 %).

Wesentlich besser ist der Westen bei der Betreuung der Kita-Kinder ab drei Jahren aufgestellt. Huckarde hat mit 102,5 Prozent sogar ein Überangebot und liegt über dem stadtweiten Durchschnitt von 93,2 Prozent. Der Stadtbezirk Lütgendortmund schafft 91,8, der Stadtbezirk Mengede 91,0 Prozent.

Die Animation zeigt den Neubau der Stiftung Volmarstein, die neben der Kita auch ein Wohnheim für behinderte Menschen plant.
Die Animation zeigt den Neubau der Stiftung Volmarstein, die neben der Kita auch ein Wohnheim für behinderte Menschen plant. © Sabine Kreitschmann © Sabine Kreitschmann

Mehrere Bauprojekte sollen im Dortmunder Westen die Betreuungssituation entspannen. Im Stadtbezirk Mengede wird voraussichtlich im Sommer eine neue Kita mit 105 Plätzen an der Molkereistraße in Mengede geöffnet. Gleichzeitig soll die Fabido-Kita Worderfeld geschlossen werden.

Die geplante Erweiterung der Fabido-Kita an der Schragmüllerstraße hingegen verschiebt sich in das Kita-Jahr 2023/24.

Auch der Stadtbezirk Huckarde muss sich in Geduld üben. Das städtische Grundstück an der Rahmer Straße, neben der Hausnummer 199, wird für eine Kita-Bebauung ausgeschrieben. Der Verein Lebenshilfe wird die Einrichtung mit fünf Gruppen als Träger übernehmen. Eröffnung wird aber erst 2023 sein. Der Standort ist der Ersatzstandort für die Einrichtungen am Oskarweg 54 und an der Rahmer Straße 132.

Domizil für Kita Fliewatüt

Im Stadtbezirk Lütgendortmund sind zwei Kita-Projekte im Gespräch: Das Christliche Jugenddorfwerk beabsichtigt, auf seinem Grundstück an der Kleybredde ein Kita-Gebäude für fünf Gruppen zu bauen. Allerdings muss noch die Rechtskraft des Bebauungsplans abgewartet werden.

An der Limbecker Straße/Westermannstraße plant die Stiftung Volmarstein ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung und einen Kindergarten. Die neuen Räume werden die neue Heimat der Elterninitiative Kita Fliewatüt. Noch liegt keine Baugenehmigung vor. „Wir rechnen mit einer Eröffnung 2023“, so Pressesprecherin Astrid Nonn.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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