Auf den Touren, die das Ehepaar Ostermann zusammengestellt hat, trifft man zahlreiche Tiere an. © Ostermann
Routen der NABU-Experten

Tipps gegen die Lockdown-Langeweile: Natur erleben im Dortmunder Westen

Durch den Lockdown und das stillgelegte Kulturleben zieht's die Dortmunder wieder vermehrt raus in die Natur. Der Nabu hat dafür eine Auswahl an Touren im Dortmunder Westen zusammengestellt.

Corona-bedingt hat sich das Freizeitverhalten berufstätiger und älterer Dortmunder in den vergangenen Monaten drastisch verändert. Lockdown und Schließungen von Gaststätten und kulturellen Einrichtungen haben enormen Einfluss auf das üblich normale Freizeitverhalten in der Gesellschaft genommen.

Doch bei schönem Wetter zieht es viele wieder öfter hinaus in die Natur. Nicht selten aber in überlaufene Freizeitoasen wie Parks und Grünanlagen.

Alljährlich bietet auch der Nabu (Naturschutzbund Deutschland), Stadtverband Dortmund, ein breitgefächertes Angebot an Aktivitäten, die stets von vielen Interessenten genutzt werden. Doch die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen haben die Durchführung des Programms derzeit geradezu unmöglich gemacht.

Felix Ostermann hat mit seiner Frau Rose für den NABU Routen im Dortmunder Westen erkundet.
Felix Ostermann hat mit seiner Frau Rose für den NABU-Routen im Dortmunder Westen erkundet. © Ostermann © Ostermann

Alternative Strecken durch die Natur

Felix und Rose Ostermann von der Nabu-Stadtbezirksgruppe Lüdo haben deshalb alternative und wenig von Freizeitlern frequentierte Naturtouren im Dortmunder Westen für alle Naturfreunde zusammengestellt.

Felix Ostermann (82), ehemaliger Landschaftswächter, Hobbyvogelkundler und Naturfotograf, kennt sich im Dortmunder „wilden Westen“ mit Tier und Natur bestens aus. So hat er mit seiner Frau Rose Naturtouren von circa zweieinhalb bis maximal drei Stunden seit Oktober des Jahres zusammengestellt.

Dabei haben sie nicht wenige scheue Tiere und seltene Vogelarten wieder neu entdeckt und fotografiert. Vom streunenden Fuchs über Wintervorrat suchende Eichhörnchen bis zum seltenen Mittelspecht und buntschillernden Eisvogel.

Viele seltene Vogel- und Tierarten hat Felix Ostermann mit der Kamera eingefangen.
Viele seltene Vogel- und Tierarten hat Felix Ostermann mit der Kamera eingefangen. © Felix Ostermann © Felix Ostermann

Die Naturtouren sollen dazu animieren, allein oder mit der Familie wieder frische Luft zu atmen und Tiere zu beobachten. Dabei geht es laut dem Ehepaar Ostermann darum, zu entspannen und den Alltagsstress und die Maßnahmen der Pandemieregeln für ein paar Stunden vergessen zu machen.

Alle Vorschläge online

Bisher sind als Naturtouren erschienen: Vom Rauhen Holz ins Ölbachtal, von der Brandheide in den Zollernwald, vom Rhader Hof in das Dellwiger Bachtal, vom Volksgarten Bövinghausen in den Dellwiger Wald, vom Klosterkamp zum Wasserschloss Haus Dellwig. Aufgrund von steten Nachfragen sind als Weitere geplant: der Dorneywald und von der Dünnebecke in die Dürener Schweiz.

Als Vorschläge zum Nachwandern können die Touren auf der Homepage des NABU Stadtverbandes Dortmund eingesehen werden.

Buch ergänzt die Nabu-Touren-Tipps

  • Das passende Buch zu den Nabu-Touren ist das noch recht neue Nabu-Buch „Dortmunder Vogelwelt“, Hauptautoren sind Erich Kretzschmar und Benjamin Hamann-Tauber.
  • 321 nachgewiesene Vogelarten werden darin in Text und Bild vorgestellt.
  • Eine Besonderheit ist ein Kapitel mit Gebietsbeschreibungen, in dem 22 interessante Vogelbeobachtungsgebiete in Wort, Bild und Karte vorgestellt werden.
  • Das Buch ist im Verlag Wulff GmbH erschienen und kostet 24,90 Euro.
Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Fabian Paffendorf, Jahrgang 1978, kam 2003 zum Journalismus. Ursprünglich als Berichterstatter im Bereich Film und Fernsehen unterwegs, drehte er kleinere Dokumentationen und Making-Of-Berichte für DVD-Firmen. In diesem Zusammenhang erschienen seine Kritiken, Interviews und Berichte in verschiedenen Fachmagazinen und bei Online-Filmseiten. Seit 2004 ist der gebürtige Sauerländer im Lokaljournalismus unterwegs. Für die Ruhr Nachrichten schreibt er seit Herbst 2013.
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