Die Vonovia saniert in Westerfilde die komplette Siedlung an den Straßen Wehrling, Mastbruch und Ringstraße am Rahmer Wald. 49 Gebäude mit 268 Wohnungen sind davon betroffen. © Thomas Schroeter
Wohnen

Siedlung wird renoviert und irritiert mit einem riesigen Wandgemälde

Die Vonovia investiert in Dortmund viel Geld in die Modernisierung einer mehr als 100 Jahre alten Siedlung. Ein irritierendes Detail allerdings sorgt im Umfeld der Siedlung für Erheiterung.

Mehr als 100 Jahre nach ihrer Errichtung steht einer Wohnsiedlung, die heute der Vonovia gehört, eine Rundum-Erneuerung bevor: Der Immobilienkonzern hat 2020 damit begonnen, 49 Gebäude für mehr als 13 Millionen Euro umfangreich zu modernisieren.

Die Siedlung befindet sich direkt am Naturschutzgebiet Rahmer Wald und verfügt über große Grünflächen und alten Baumbestand. Mit diesen Rahmenbedingungen und früher auch mal mit Stallungen für Kleintiere wie Hühner, Kaninchen und Tauben war das Quartier an den Straßen Wehrling, Mastbruch und Ringstraße in Westerfilde immer ein beliebtes Wohnrevier.

49 Häuser werden seit 2020 saniert

Aber die Häuser zwischen S-Bahn-Damm und Ringstraße, zwischen Rahmer Wald und Westerfilder Straße waren deutlich in die Jahre gekommen, so Vonovia-Pressesprecherin Bettina Benner.

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Westhausener Höfe

Und so erhalten die Häuser mit ihren insgesamt 268 Wohnungen derzeit unter anderem eine Fassadendämmung, neue Fenster, Haus- und Kellertüren sowie eine moderne Heizungsanlage. Außerdem werden Balkone angebaut, Treppenhäuser saniert und die Müllstandplätze vergrößert oder verlegt.

„Den besonderen Charme der Altbausiedlung wollen wir auf jeden Fall bewahren“, unterstreicht Nora Woker, operative Projektleiterin von Vonovia. „Die vorhandenen Holz-Klappläden werden durch neue aus Aluminium ersetzt. Die neuen Fenster haben in Anlehnung an den ursprünglichen Baustil Sprossen.“

Arbeiten sollen in rund einem Jahr fertig sein

Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Frühjahr 2022 abgeschlossen werden. Das Quartier firmiert dabei künftig unter dem Namen „Westhausener Höfe“, der im Zuge eines Studentenprojekts der FH Gelsenkirchen, an dem auch die Mieter beteiligt waren, im Jahr 2018 entstanden war. Im September 2018 gab es ein großes Mieterfest in der Siedlung, um den neuen Namen zu feiern.

Am Gebäude Mastbruch 2, das direkt an der Westerfilder Straße steht, verkündet dieses Wandgemälde den Quartiersnamen
Am Gebäude Mastbruch 2, das direkt an der Westerfilder Straße steht, verkündet dieses Wandgemälde den Quartiersnamen “Westhausener Höfe”. Mancher Westerfilder fragt sich nun: Und warum ist dann das Schloss Westhusen abgebildet? © Thomas Schroeter © Thomas Schroeter

Der neue Name taucht jetzt auch sehr präsent auf der Fassade des Hauses Mastbruch 2 auf, die vom Dortmunder Künstler Igor Jablunowskij gestaltet worden ist. Und genau da wundert sich so mancher Westerfilder nun sehr: Denn neben dem alten Grundriss eines Hauses aus der Siedlung taucht dort das Schloss Westhusen als zentrales Objekt auf.

Und so fragt man sich im Stadtteil: „Was hat das Schloss Westhusen auf den Westhausener Höfen zu suchen statt der Zeche Westhausen?“ Die Antwort der Vonovia wird da nicht völlig befriedigen. Denn Bettina Benner schreibt: „Es ging uns bei dem Design darum, zu schauen, was im Umfeld der Siedlung zu finden ist. Dabei war die Zeche mit dem Malakowturm ebenfalls im Gespräch, es gab auch einen entsprechenden Entwurf inklusive Zeche. Die Zeche ist in etwa genauso weit von der Siedlung entfernt wie das Schloss Westhusen. Wir haben hier schlichtweg danach gehandelt, was am Ende optisch besser aussah.“

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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