Ein Schuhladen im Dortmunder Westen bleibt für immer geschlossen. © Marc Schreiber
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Schuhladen in Dortmund bleibt für immer geschlossen

In exponierter Lage im Dortmunder Westen sollte ein Schuhladen eigentlich gut laufen. Doch nun sorgen gleich drei Gründe dafür, dass ein Schuhgeschäft nie wieder öffnen wird.

Das Schuhgeschäft liegt an einer viel frequentierten Stelle im Dortmunder Westen und sollte darum eigentlich gut laufen.

Doch jetzt hat der Inhaber auf Nachfrage dieser Redaktion bestätigt, was sich eher zufällig bei einer anderen Recherche herausfinden ließ: Der Schuhladen Sapella wird nie wieder öffnen.

Inhaber nennt die Gründe

Inhaber Marc Schreiber sagt, dass die Gründe für die Schließung vielfältig seien. Zum einen sei er schon länger nicht mehr mit der Immobilie zufrieden gewesen.

Es regnete schätzungsweise seit fünf Jahren in das Schuhgeschäft an der Provinzialstraße 383-387 hinein. „Erklären Sie mal den Kunden, warum mitten im Verkaufsraum Eimer stehen, die das Wasser auffangen“, sagt Schreiber. Das komme bei der Kundschaft nicht gut an.

Problem mit der Immobilie

Der Vermieter habe sich bedauernswerterweise nicht kooperativ verhalten und nichts gegen die Mängel getan, so Schreiber.

Als zweiten Grund nennt der 50-Jährige die schlechten Umsätze der Filiale. „Der Parkplatz nebenan war zwar immer voll“, sagt Schreiber. „Aber ich vermute, dass er eher von Pendlern benutzt wurde.“

Corona-Pandemie ist einer der Gründe für die Schließung

Auch die Corona-Pandemie hat dem Geschäft geschadet. Der letzte Öffnungstag war im vergangenen Jahr, und auch der Lockdown verhindert, dass Kunden Schuhe im Laden kaufen dürfen.

Der Schuhladen Sapella hatte im vergangenen Jahr das letzte Mal geöffnet.
Der Schuhladen Sapella hatte im vergangenen Jahr das letzte Mal geöffnet. © Marc Schreiber © Marc Schreiber

Die Lockdown-Verlängerung stellt Schreiber auch vor eine andere Problematik: Es gibt keinen Räumungsverkauf. Darum werden die Schuhe nun auf die insgesamt sieben verbleibenden Filialen in Schwerte, Soest, Unna, Werl und Bad Sassendorf umverteilt.

Zwei der sieben Läden firmieren unter dem Namen Sapella, die anderen unter den Namen Disselbeck und Schreiber.

Eröffnung an anderer Stelle ist nicht ausgeschlossen

Eine Eröffnung einer neuen Schuhfiliale möchte Marc Schreiber nicht ausschließen. Doch möchte er sich nicht festlegen lassen, wo und wann diese neue Filiale eröffnen könnte. Fest steht für ihn aber, dass sie nicht im Dortmunder Westen sein wird.

Erstmal müssen sich Schreiber und sein Team darauf konzentrieren, die verbleibenden Schuhe umzuverteilen, damit diese noch verkauft werden können – wenn das die aktuellen Corona-Regeln wieder zulassen.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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