Elvin Kahriman (44) aus Dortmund hat mit seinem Sohn ein Iglu gebaut. © Elvin Kahriman
Viel Schnee

Schnee im Überfluss: Familie aus Dortmund baut ein Iglu

Elvin Kahriman aus Dortmund hat den vielen Schnee genutzt und gemeinsam mit seinem Sohn ein Iglu gebaut. Außerdem gibt der Winterfan Tipps für Familien, die es ihm nachmachen wollen.

Schneemänner und Schneeengel sind was für Anfänger. Wer es richtig drauf hat, baut Iglus. Für den Lappland-Freund Elvin Kahriman aus Dorstfeld kam daher nur ein Iglu infrage.

Als „Ruhrgebietler“ komme er nicht allzu oft in den Genuss, so viel Schnee vor der eigenen Haustür liegen zu haben, um ein Iglu bauen zu können. Umso größer war die Freude bei der Familie, als der Wetterbericht viel Schnee versprach.

Naturfreund liebt den Winter

Und so baute er ein Iglu vor der eigenen Garage. „Es ist mein drittes“, sagt der Profi. Als „Outdoorfreund“ habe er sich schon immer dafür interessiert, wie man ein Iglu bauen kann und wie es sich dort schlafen lässt, sagt der 44-Jährige.

Darum haben er und sein vierjähriger Sohn sich gleich an die Arbeit gemacht. „Drei Tage lang habe ich den Schnee gesammelt.“ Im Iglu sei es wärmer als außerhalb, berichtet der Dorstfelder.

„Es ist ein schwedisches Iglu.“ Dabei wird der Schnee zu einem großen Berg aufgehäuft und anschließend von innen ausgehöhlt.

Bislang hat die Familie nicht im Iglu übernachtet. Das Iglu stehe vor der Garage auf einer schrägen Fläche. Da schlafe es sich eher nicht so gut. „Wenn es in zehn Jahren wieder so schneit, baue ich ein Iglu im Garten.“ Da habe er eine gerade Fläche.

So sieht es in dem Dorstfelder Iglu aus.
So sieht es in dem Dorstfelder Iglu aus. © Elvin Kahriman © Elvin Kahriman

„Es passen zwei Erwachsene hinein.“ Im Schneidersitz können sie sich bequem gegenübersitzen und „einen warmen Tee trinken“.

Das Dorstfelder Iglu: Einige Tage wird es sicher noch stehen bleiben.
Das Dorstfelder Iglu: Einige Tage wird es sicher noch stehen bleiben. © Elvin Kahriman © Elvin Kahriman

Kahriman habe Teelichter vor dem Iglu aufgestellt. „Damit die Nachbarn etwas zu schauen haben.“ Bestimmt 15 Menschen aus der Nachbarschaft hätten ihn angesprochen, als er mit seinem Sohnemann das Prachtstück baute.

Der Vater gibt zu: Er habe die meiste Arbeit geleistet. Den, wie das so bei 4-Jährigen sei, mache das Iglu-Bauen „für fünf Minuten Spaß“, danach ist etwas anderes viel spannender. Doch ihm geht‘s gar nicht um eine faire Arbeitsteilung. Viel wichtiger sind die gemeinsamen Erinnerungen.

Tipps vom Fachmann

Kahriman gibt Familien Tipps, wie sie auch ein Iglu bauen können. Er empfiehlt die schwedische Art: viel Schnee aufhäufen, anschließend aushöhlen. Die Wände sollten nicht allzu dünn werden, sonst fällt das Iglu ineinander.

Außerdem: „Unbedingt wasserfeste Schneekleidung anziehen und eine Mütze aufsetzen.“ Und: Eine Person sei zu wenig, um ein Iglu erfolgreich zu bauen. Obwohl sein Beispiel zeigt, dass es auch mit eineinhalb Menschen klappt.

Dass derzeit die Sonne scheine, mache dem Iglu nichts aus. „Wenn es tagsüber ein wenig schmilzt und es nachts unter Null Grad wird, friert es wieder zu.“

Dennoch sollten Nachahmer schnell sein. Kahriman rechnet damit, dass sein Iglu schon bald Schnee von gestern sein könnte. Er schätzt, dass es „Montag einkracht“. Denn: Ab nächster Woche sind Regen und wärmere Temperaturen angesagt.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
Zur Autorenseite
Frederike Schneider

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.