Schlamm und ein starkes Gefälle – für Radfahrer ist der Weg durch des Park in Bövinghausen sehr unangenehm. © Holger Bergmann
Volksgarten

Rutschig und gefährlich: Doch es gibt Hoffnung für Radfahrer im Volksgarten

Der Volksgarten ist die grüne Verbindung zwischen Lütgendortmund und Bövinghausen. Doch Radfahrer können die Wege nicht benutzen. Der Zustand ist zu schlecht. Aber es gibt einen Plan.

Die Provinzialstraße ist laut und viel befahren. Bei Radfahrern im Stadtbezirk ist sie unbeliebt und wird weitgehend gemieden. Das geht leicht, denn östlich der Provinzialastraße gibt es den Volksgarten Lütgendortmund, ein Park, der sich bis Bövinghausen zieht.

Wer auf diesen Wegen radelt, vermeidet nicht nur den Autoverkehr, sondern radel auch noch in stiller Natur – und verstößt gegen die Regeln, denn eigentlich darf man auf den wegen gar nicht radeln. Das steht auf den kleinen gelben Schildchen an den Eingängen zum Park. Die Schildchen, auf die niemand achtet.

Umgehung der lauten Straße

Der Park hat sich also als Umgehung der lauten Straße etabliert. Trotzdem nutzen Radfahrer die Wege nur mit einem schlechten Gefühl. Den Grund kennt Erika Wehde, Geschäftsführerin des SPD Stadtbezirks Dortmund Lütgendortmund/Marten. „Der Weg ist rutschig, schlammig und hat ein starkes Gefälle“.

Ein Weg ins Nichts. Dieser Weg führt vom Bahnhof Bövinghausen in den Park. Er ist ungepflegt und endet in einer matschigen Wiese.
Ein Weg ins Nichts. Dieser Weg führt vom Bahnhof Bövinghausen in den Park. Er ist ungepflegt und endet in einer matschigen Wiese. © Holger Bergmann © Holger Bergmann

Bereits vor Jahren wurden die Wege auf Initiative der Bezirksvertretung Lütgendortmund mit einem wassergebundenen Belag befestigt. „Das hat aber nicht lange gehalten“, so Erika Wehde.

Wasser hat Belag abgetragen

Das Gefälle in Richtung Bövinghausen sei so stark, dass das ablaufende Wasser hohe Geschwindigkeiten erreiche und den Belang mittlerweile abgetragen habe. Nun sei der Weg rutschig und damit gefährlich für Radfahrer.

Sie selbst fährt schon lange nicht mehr über den Weg, die aktuellen Probleme haben Anwohner ihr geschildert. Ein Vater aus Bövinghausen schilderte ihr zum Beispiel, seine Kinder würden gerne mit dem Rad zur Schule in Lütgendortmund fahren.

Fahrräder müssen geschoben werden

Doch der Park sei zu einem nicht überwindbaren Hindernis geworden. Die Kinder könnten ihr Rad nur schieben, und dafür sei der Weg zur Schule zu weit. Deshalb hat die Lütgendortmunder SPD im Dezember einen neuen Anlauf genommen, um die Wege im Bövinghauser Park zu verbessern.

Wenn man den geteerten Pfad verlässt, gerät man in den schlammigen Teil des Parks in Bövinghausen.
Wenn man den geteerten Pfad verlässt, gerät man in den schlammigen Teil des Parks in Bövinghausen. © Holger Bergmann © Holger Bergmann

Doch diesmal wollen Erika Wehde und ihre Gleichgesinnten nicht einfach nur eine weitere Befestigung der Wege, sie wollen die große Lösung, einen kompletten Neubau der Wege im Park.

Gefälle soll reduziert werden

Und zu diesem Neubau soll laut Erika Wehde eine Verringerung der Gefälle gehören. Die Wege sollen flacher werden, um die Unfallgefahr zu reduzieren. „Da muss man viel Erde bewegen“, glaubt Erika Wehde.

Außerdem sollen Radfahrer und Fußgänger getrennt werden, damit sie sich nicht gegenseitig stören. Diese Idee hat Erika Wehdes Partei erfolgreich in die Bezirksvertretung gebracht.

Jetzt liegt der Antrag bei der Verwaltung, um die Machbarkeit zu prüfen. Auf eine Antwort hofft sie im ersten Halbjahr, hält es aber für möglich, dass die Kosten ganz schön hoch sein könnten. „Aber das wird man sehen“, meint Erika Wehde.

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Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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