Die Ausstellung "Heilen und Pflegen. Arbeitswelt im Gesundheitswesen" ist ab sofort dauerhaft in der Deutschen Arbeitsschutzausstellung (Dasa) zu sehen. © dpa
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Ohne Termin: Museen im Westen bieten sich wieder als Ausflugsziele an

Am Wochenende kann man in Dortmund endlich wieder etwas unternehmen. Etwa in eins der Museen im Dortmunder Westen gehen, die nach langen Corona-Wochen wieder am Start sind. Ein Überblick.

Einige der Museen im Dortmunder Westen haben nach dem langen Corona-Lockdown schon wieder geöffnet. Andere sind noch in Wartestellung. Wo man am Wochenende was erleben kann, welche Auflagen es noch gibt, das lesen Sie hier. Wichtig: Da in Dortmund seit Freitag, 11. Juni, die Lockerungen der Stufe 2 (7-Tage-Inzidenz stabil zwischen 50 und 35) gelten, können die Museen wieder ohne Terminvergabe öffnen.

Zeche Zollern, Bövinghausen

Das Industriemuseum Zeche Zollern am Grubenweg 5 in Bövinghausen ist seit dem 27. Mai wieder geöffnet. Als Ikone der Industriekultur aus Stahl und Glas ist allein schon die Maschinenhalle mit dem buntverglasten Jugendstilportal einen Besuch wert. Auch das Restaurant Pferdestall hat seinen Betrieb aufgenommen – zunächst nur mit Biergarten und Pavillon.

Am 19. Juni eröffnet die Sonderausstellung „Die Zukunft im Blick – Ruhrgebietsfotografien aus dem Bildarchiv des Regionalverbandes Ruhr“. Die Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen des Regionalverbands Ruhr (RVR) bietet mit über 250 Fotografien in analoger und digitaler Form eine facettenreiche Auswahl aus dem umfangreichen Bestand des RVR-Bildarchivs. Beispiele zu den Themen Mobilität und Versorgung, Wohnen und Arbeiten sowie Kultur und Freizeit verdeutlichen die Veränderungsprozesse seit der Gründung des Siedlungsverbands Ruhrkohlenbezirk im Jahre 1920. Sie zeigen darüber hinaus, dass viele Ruhrgebiets-Themen auch heute noch von ungebrochener Aktualität sind.

Öffnungszeiten: Das Museum kann dienstags bis sonntags und an feiertagen von 10 bis 18 Uhr besucht werden.

Eintrittspreise: Erwachsene 5 Euro; Erwachsene in Gruppen ab 16 Personen 4,50 Euro; Ermäßigt 2,50 Euro; Kinder, Jugendliche, Schüler und Schülerinnen frei.

Die Maschinenhalle der Zeche Zollern ist in ihrer Pracht immer wieder einen Ausflug wert.
Die Maschinenhalle der Zeche Zollern ist in ihrer Pracht immer wieder einen Ausflug wert. © Stiftung © Stiftung

Kokerei Hansa, Huckarde

Seit Anfang Juni können Besucher wieder die Kokerei Hansa an der Emscherallee 11 betreten. Das Areal des weitläufigen Industriedenkmals ist wieder offen, nachdem mehr als ein halbes Jahr lang die Tore der Kokerei geschlossen waren.

Auf dem Gelände der Kokerei lässt sich an einzelnen Stationen der Produktionsweg von Kohle zu Koks verfolgen. Nahezu vollständig ist die denkmalgeschützte Industrieanlage im Bestand der 1920er Jahre erhalten. Highlight ist der Besuch der Kompressorenhalle, mit ihrem imposanten Maschinenbestand bestehend aus fünf dampfbetriebenen Gaskolbenkompressoren.

Es gilt Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände; Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen sind zu beachten.

Ergänzt werden kann der Besuch durch die Mediaguide-Tour, die als App für ios und Android abgerufen werden kann. So erhalten die Besucher nicht nur gesprochene Informationen zur Geschichte der Kokerei, sondern auch historische Bilder, originale Filmsequenzen und O-Töne von Altkokern. Die Stimme, die dabei zu hören ist, gehört keinem Unbekannten: Eingesprochen wurden die Texte von dem Schauspieler und Dortmunder Tatort-Kommissar Jörg Hartmann.

Der Guide enthält auch eine spezielle Kinderversion, die dem gleichen Rundgang folgt wie die Erwachsenentour und die Inhalte dabei altersgerecht (für Kinder ab ca. 10 Jahren) vermittelt. Eingesprochen wurden die Kindertexte von dem Schauspieler Till Beckmann.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag jeweils 10 bis 16 Uhr.

Eintrittspreise: Der Eintritt ist frei.

Westfälisches Schulmuseum, Marten

Das Schulmuseum, An der Wasserburg 1 in Marten, ist ebenfalls wieder geöffnet. Das Museum beherbergt eine der größten schulgeschichtlichen Sammlungen Deutschlands und zeigt in seiner ständigen Ausstellung Schul- und Kindheitsgeschichte vor allem des späten Mittelalters, der Zeit Kaiser Wilhelms II. und der NS-Zeit.

Die Sonderausstellung „Der Struwwelpeter. Peter und die große Familie Struwwel“ ist verlängert und noch bis zum 31. Oktober zu sehen. Und in den Sommerferien bietet das Schulmuseum einen kostenlosen Theaterworkshop an vom 5. bis zum 9. Juli jeweils von 10 bis 15 Uhr unter dem Titel „Die Geschichten des Struwwelpeters neu inszeniert“.

Das Angebot richtet sich an Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren und soll in einem Auftritt auf einer großen Bühne enden: Es soll am am 18. September bei der 21. Dortmunder DEW21-Museumsnacht uraufgeführt werden. Anmeldung zwingend erforderlich bis zum 1. Juli unter Tel. (0231) 61 30 95. Die Teilnahme ist kostenlos.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Eintrittspreise: Der Eintritt ist frei.

Die Kokerei Hansa ist ein weiteres Industriedenkmal in Dortmund. © Kokerei Hansa Dortmund © Kokerei Hansa Dortmund

Heimatmuseum Lütgendortmund

Das Heimatmuseum, im östlichen Vorhofgebäude von „Haus Dellwig“ untergebracht, ist auch wieder geöffnet. In sechs Räumen zeigt der Museumsverein, wie die Menschen früher in Lütgendortmund und Umgebung gelebt und gearbeitet haben.

Die Ausstellungsstücke stammen schwerpunktmäßig aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gezeigt werden Gegenstände des täglichen Lebens aus Handwerk, Landwirtschaft, Arbeiterwelt und Haushalt.

Im Museum gelten die in der Coronaschutzverordnung festgelegten Bestimmungen, etwa die Maskenpflicht. Es dürfen maximal 22 Personen geleichzeitig ins Museum. Kontaktnachverfolgung erfolgt entweder per Zettel oder mit der Coronawarn-App. Ob Sonderveranstaltungen durchgeführt werden dürfen, hängt von der den behördlichen Auflagen ab, da ist laut Verein zurzeit noch nichts geplant.

Öffnungszeiten: Das Museum ist sonntags und feiertags von 11 bis 14 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise: Der Eintritt ist frei.

DASA, Dorstfeld

Die Deutsche Arbeitsschutzanstalt (DASA) am Friedrich-Henkel-Weg 1-25 in Dorstfeld mit ihren Ausstellungen ist seit dem 1. Juni wieder geöffnet, bisher aber nur mit Terminvergabe. Das fällt auch dort ab Freitag, 11. Juni, weg. Führungen und Vorführungen können ab einer stabilen Inzidenz von unter 50 wieder stattfinden. Auf den Mindestabstand ist stets zu achten. Es gilt überall die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske.

Neben den bekannten Dauerausstellungen läuft derzeit noch die Sonderausstellung „Gesichter der Arbeit“, die bis zum 19. September verlängert wurde. Gezeigt wird darin eine längst untergegangene Welt, die Menschen aus dem Ruhrgebiet doch noch vieles sagt: Fotos aus Industriebetrieben Ostdeutschlands. Eine Zeitreise in die 1970er und 1980er Jahre.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und feiertags 10 bis18 Uhr.

Eintrittspreise: Bisher galt wegen der Einschränkungen freier Eintritt, ob und wie lange das so bleibt, erfährt man beim Anruf beim DASA Besucherservice (0231 9071-2645).

Vom Binarium, dem Deutschen Museum der digitalen Kultur am Hülshof 28 in Huckarde und dem Nahverkehrsmuseum Dortmund auf dem ehemaligen Betriebshof „Mooskamp“ in Nette haben wir keine Rückmeldung erhalten. Auch auf den Webseiten ist nicht ersichtlich, ob und wann diese Museen wieder öffnen werden.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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