Zur Eröffnung der Ausstellung „Die Welt auf einer Scheibe“ kamen (v.l.) Björn Plenius (Investor), Birgit Durrei (Bezirksverwaltung), Lothar Heinze (Investor), Heiko Brankamp (Bezirksbürgermeister) sowie Reinhild Kuhn und Christian Weyers („Stabsstelle Kreativquartiere“ ). © Holger Bergmann

Leerstand adé: Beim Shoppen „die Welt auf einer Scheibe“ genießen

Leere Schaufenster vermiesen die Stimmung. „Die Welt auf einer Scheibe“ erweckt Schaufenster wieder zum Leben. Das bislang größte Werk dieses Projektes ist gerade in Lütgendortmund zu sehen.

Bei „Die Welt auf einer Scheibe“ werden freie Schaufensterflächen in der Stadt mit kunstvoll gestalteten Texten gefüllt. So kommt ein Stück Literatur auf die Straße und die Schaufenster sehen nicht mehr so traurig aus.

Nachdem bereits einige Texte in der Dortmunder Innenstadt und in Marten umgestaltet wurden, kann man jetzt auch entlang der Limbecker Straße in Lütgendortmund eine Auswahl von Texten entdecken.

In einigen Schaufenstern an der Limbecker Straße/Ecke Hofstadtweg gab es schon seit geraumer Zeit nichts mehr zu sehen. Der Gebäudeblock wartet auf seinen Abriss, um Seniorenwohnungen zu weichen.

Investor macht den Weg frei

Da traf die Frage der „Stabsstelle Kreativquartiere“ nach freien Schaufensterflächen im Stadtteil auf offene Ohren. Dem Stadtbezirksmarketing gelang es, Kontakt zum Investor Lothar Heinze herzustellen und ihn von dem künstlerischen Projekt zu überzeugen.

Die literarischen Texte, die nun im Ortskern präsentiert werden, lenken ein letztes Mal den Blick auf die leer stehenden Immobilien und regen zum Nachdenken und Träumen an.

Die Idee: Seit jeher werden in Schaufenstern mit schön dekorierten Auslagen auch Geschichten und Zeitgeist transportiert. „Wenn Schaufensterflächen temporär nicht genutzt und somit zu Freiräumen werden, können sie Träger für andere Inhalte sein“, sagt Reinhild Kuhn von Dortmund Kreativ.

Texte mehrere Autoren

Mit dem Projekt „Die Welt auf einer Scheibe“ werden kleine Geschichten erzählt. Autor lassen gemeinsam mit Gestaltern und Typographen Textbilder entstehen, die Erzählung, Statement, Gedicht und Denkanregung sein können und für kurze Momente des Innehaltens sorgen.

Zu sehen und lesen sind Texte von Dea Sinik, Ralf Thenior, Peter Erik Hillenbach, Lucas Vogelsang, Fausto Bradke, Wolfgang Kienast, AX, Elena Agebo, Clara Werdin, Rabea Gruber, Leonard Nadolny, Sarah Meyer-Dietrich und Jan Kempinski.

Die Stabsstelle Kreativquartiere der Stadt Dortmund ist die Anlaufstelle für die Dortmunder Kultur- und Kreativwirtschaft. Unter dem Namen „Dortmund Kreativ“ unterstützt die Stabsstelle die Kreativen in Dortmund durch Vernetzung.

So bekommen Künstler zum Beispiel die Möglichkeit Ausstellungen zu machen, Workshops und Vortragsreihen zu halten, Beratungen zu bekommen oder Pop-Up-Büros zu eröffnen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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