Knapp zwei Stunden kümmerte sich die Dortmunder Feuerwehr mit zwischenzeitlich acht Einsatzkräften um die „Dachlawinen.“ © Buttler Bolz
Einsatz mit Drehleiter

Kunden in Gefahr: Schnee-Einsatz der Feuerwehr in Einkaufsstraße

Zu einer verschneiten Einkaufsstraße musste die Feuerwehr am späten Dienstagnachmittag ausrücken. Dort drohte für wartende Kunden Gefahr von oben: Von steilen Dächern rutschten Schneebretter.

Der Anruf erreichte die Dortmunder Feuerwehr-Leitstelle am Dienstag (9.2.) um 16.57 Uhr. Geschäftsinhaber und Anwohner einer Dortmunder Einkaufsstraße waren besorgt, weil sogenannte Schneebretter von den steilen Dächern rutschten und wartende Kunden gefährdeten.

15 Minuten später parkte ein Löschfahrzeug mit sechs Einsatzkräften vor dem Gebäude an der Limbecker Straße 9-11 in Lütgendortmund. Hier befindet sich das Schreibwarengeschäft Köhler mit einer integrierten Postfiliale.

„In solchen Fällen fahren wir natürlich nicht mit Blaulicht“, erklärt Feuerwehr-Sprecher André Lüddecke unaufgefordert die „etwas längere“ Anfahrtszeit im Gespräch mit dieser Redaktion am Mittwochmorgen.

„Die Kollegen stellten aber schnell fest, dass sie nur mit Hilfe einer Drehleiter tätig werden konnten“, so André Lüddecke. Die sei dann auch angefordert worden und um 18.04 Uhr vor Ort gewesen. Den Bürgersteig sperrten die Retter in diesem Bereich während des gesamten Einsatzes ab.

Nach 40 Minuten waren die Dächer von Schnee und Eis befreit

Rund 40 Minuten benötigten die Feuerwehrleute, die dann nur noch zu zweit im Einsatz waren, um die Dächer von Schnee und Eis zu befreien. Die Drehleiter hat laut André Lüddecke eine Maximallänge von 30 Metern. „Das Löschfahrzeug ist zwischenzeitlich wieder abgerückt.“

Mit Hilfe der Drehleiter konnten die Einsatzkräfte die steilen Dachflächen räumen.
Mit Hilfe der Drehleiter konnten die Einsatzkräfte die steilen Dachflächen räumen. © Buttler Bolz © Buttler Bolz

Die Feuerwehr Dortmund hatte am Dienstag rund 25 „Dach-Einsätze“, so André Lüddecke. „Mal waren es Eiszapfen, mal Schneebretter, die die Kollegen von Dächern entfernen mussten.“ Unter anderem gab es auch einen „Hilferufe“ aus dem benachbarten Marten. Dort war die Feuerwehr in der Straße Froschlake im Einsatz.

Schneebretter rutschen durch Eigengewicht über die Kante

„Dachlawinen“ träten immer dann auf, wenn der Schnee antaut, ein Stück bis zur Dachkante rutscht und schließlich in der Regenrinne hängen bleibt, erklärt der Feuerwehr-Sprecher. „Wenn diese Schneebretter weiter antauen, besteht die Gefahr, dass sie durch das Eigengewicht über die Kante rutschen“, sagt André Lüddecke.

Der Feuerwehr-Sprecher betonte darüber hinaus, dass normalerweise für Einsätze wie diese die beiden Teleskopmasten der Dortmunder Feuerwehr eingesetzt werden. Der große seit 54 Meter lang, der kleine 30 Meter. „Die Drehleiter werden in der Regel für die Menschenrettung eingesetzt.“ Aufgrund der zahlreichen „Dacheinsätze“ habe man eine Ausnahme machen müssen.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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