Im Dortmunder Westen leuchtet bereits Dortmunds wohl größter echter Weihnachtsbaum. © Gewerbeverein
Weihnachten

Keine Riesentanne – dafür steht Dortmunds größter echter Weihnachtsbaum

Kein Weihnachtsmarkt, keine Riesentanne: Die Enttäuschung darüber ist riesig. Dortmunds größter echter Weihnachtsbaum ist der Corona-Krise aber nicht zum Opfer gefallen. Er leuchtet bereits.

Für einige traurige Schlagzeilen hat der größte Weihnachtsbaum der Welt in diesem Jahr bereits gesorgt. Denn wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Dortmunder Riesentanne aus 1700 Fichten in diesem Jahr nicht aufgebaut. So will die Stadt größere Menschenansammlungen verhindern und die Infektionsgefahr niedrig halten.

Im vergangenen Jahr war die Hauptattraktion des Weihnachtsmarktes 45 Meter hoch, 40 Tonnen schwer und mit 48.000 Lämpchen geschmückt. 2020 fällt beides aus: keine Riesentanne und kein Buden-Meer.

Der größte echte Weihnachtsbaum in unserer Stadt ist der Corona-Krise aber nicht zum Opfer gefallen. Diesen Titel beansprucht der Huckarder Gewerbeverein für sein Prachtexemplar, das seit Ende vergangener Woche wieder auf dem Marktplatz an der Rahmer Straße steht. „Mit circa 10 Meter Höhe ist er wahrscheinlich wieder der höchste echte Weihnachtsbaum in Dortmund“, sagt Gewerbevereins-Chef Christian Oecking.

Erst seit dem vergangenen Jahr wirbt der Stadtteil mit dem Slogan, nachdem 2019 im Kreuzviertel der vermeintlich höchste echte Baum gefeiert wurde. „Der hatte aber nur eine Höhe von 6 Metern, das konnten wir nicht auf uns sitzen lassen“, erinnert sich Oecking.

„Es gibt keine Aktionen drum herum“

Einen Grund, das Aufstellen des Baumes im Corona-Jahr ausfallen zu lassen, habe man nicht gesehen, so der Vereinsvorsitzende: „Es gibt ja keine Aktionen drum herum. Weder einen Nikolausmarkt noch ein gemeinsames Schmücken der Kindergarten-Kinder.“ So könne der Baum nun ganz gefahrlos alle Huckarder und ihre Gäste erfreuen.

Der Baum leuchtet rund um die Uhr und wird das bis Anfang Januar tun. Gespendet hat ihn die katholische Kirchengemeinde St. Urbanus. Unterstützung gab es zudem von den Firmen Bedachungen Burmann Weller, Tischlerei Ollech, Elektro Wördehoff und dem Café täglich.

Der große Tannenbaum aus dem Pfarrgarten am Pfarrhaus der Katholischen St.- Urbanus-Kirche ging auf seine letzte Reise. Er steht jetzt als Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz.
Der große Tannenbaum aus dem Pfarrgarten am Pfarrhaus der Katholischen St.- Urbanus-Kirche ging auf seine letzte Reise. Er steht jetzt als Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz. © Michael Ortwald © Michael Ortwald

Viele positive Reaktionen auf den Baum

Es gebe bereits viele positive Reaktionen auf den Baum, berichtet Oecking. Auch in den sozialen Netzwerken überwiegen die positiven Kommentare. „Wenigstens hat Huckarde einen Baum“, schreibt eine Facebook-Userin. Ein anderer postet: „Wir werden definitiv auch mal hinkommen. Weihnachten ohne Baum ist halt nichts.“

Kritik, dass der Baum schief sei, nimmt Christian Oecking mit Humor: „Ein gerader Baum ist eine Laune der Natur“, kontert er.

Wahrscheinlich keine Stutenkerle am Nikolaustag

Von dem noch im September 2020 angekündigten Vorhaben, am Nikolaustag Stutenkerle auf dem Marktplatz zu verteilen, ist der Verein mittlerweile abgerückt – aus Haftungsgründen. Der Vereinsvorsitzende müsse nämlich persönlich haften, sollte es in Sachen Corona Beanstandungen geben, erklärt Oecking. Andere Institutionen wolle man aber gerne unterstützen.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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