Spendenaktion

Keine Böller: Schulen und Heimatvereine starten die Initiative „Digimove“

Zu Silvester ist der Verkauf von Böllern verboten. Die Menschen sparen Geld. Zwei Schulen und zwei Heimatvereine rufen darum zu Spenden für Digitale Bildung und Bewegungsangebote auf.
Bezirksbürgermeister Axel Kunstmann als Schirmherr sowie Susanne Köhnen, Irina Werdelmann, Hans-Ulrich Peuser vom Heimatverein Mengede und Christel Stegemann (v.l.) haben die Aktion "Digimove" am Freitag (18.12.) gestartet. © Alix von Schirp

Die Albert-Schweitzer-Realschule (ASR) und das Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) haben ein Spendenprojekt gestartet. Kooperationspartner sind die Heimatvereine Bodelschwingh-Westerfilde und Mengede sowie die IG Mengeder Heimatwald. Schirmherr ist Bezirksbürgermeister Axel Kunstmann.

Ausgangspunkt ist das Verkaufsverbot von Böllern zu Silvester. „Als es bekanntgegeben wurde, habe ich mich an die Aktion ‚Brot statt Böller‘ erinnert“, sagt Irina Werdelmann. Sie ist Lehrerin an der ASR und hatte die Idee. „Damals ging es darum, etwas zu spenden. Das könnte man doch jetzt auch für unsere Kinder und Jugendlichen tun.“

Bis zum 15. Januar geht die Kampagne. „Statt Böllern machen wir den Mengeder DigiMove“, heißt sie. Die Schulen und Vereine rufen die Menschen im Stadtbezirk Mengede auf, das für das Feuerwerk gesparte Geld für die Kinder und Jugendlichen zu spenden.

Initiatoren planen „Mengeder Digitalwochen“

Vom Erlös wollen die Initiatoren digitale Bildung in der Schüler-Generation, vor allem unter den 6- bis 15-Jährigen, fördern. Geplant sind „Mengeder Digitalwochen“ – sobald es die Pandemielage im Jahr 2021 zulässt. Externe Referenten zeigen dann den Schülern in Workshops, wie Videokonferenzen funktionieren, digitales Lernen via Tablet, Laptop und E-Mail machbar ist.

Mit diesem Motiv rufen die Schulen und Vereine zu Spenden auf.
Mit diesem Motiv rufen die Schulen und Vereine zu Spenden auf. © Initiative DigiMove © Initiative DigiMove

Im Fokus dabei vor allem: Kinder, die sich abgehängt fühlen. Nicht selten seien Smartphones die einzigen Endgeräte in Familien – Tablet, Laptop oder PC dagegen unvertraut, heißt es in einer Presseinformation.

Der zweite Aspekt: Digitalisierung sei vielfach ein Synonym für Amazon, Netflix und Gamen. Viele Kinder verbringen viel Zeit vor den Bildschirmen. Es fehle an Bewegung. Die Workshops sollen beides kombinieren.


Aufruf an alle Bürger im Stadtbezirk

Diese Herausforderungen würden über das hinaus gehen, was die Schulen im Stadtbezirk an digitaler Bildung leisten können, erklären die Schulleiterinnen Christel Stegemann (ASR) und Susanne Köhnen (HHG). Die Angebote der Digitalwochen sollen darum außerhalb der Schulmauern stattfinden.

Die Projektpartner wollen dafür die Jugendeinrichtungen gewinnen. Abhängig vom Erlös wollen sie gegebenenfalls auch die digitale Ausstattung in den Jugendeinrichtungen fördern. Damit sollen die Kinder und Jugendlichen dort langfristig ihre Kompetenz erweitern können.

Per E-Mails an die Schulen und Vereine wollen die Initiatoren möglichst viele Mengeder für das Projekt gewinnen. „Das große Ziel ist es, wir wollen gemeinsam in diesem Stadtbezirk etwas bewegen“, sagen sie. Sie appellieren, die ohnehin geplante Ausgabe für Böller und Raketen zu spenden. „Das Gesparte legt doch ohnehin niemand auf die hohe Kante für den übernächsten Jahreswechsel.“

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