Für den Gebäudekomplex mit 27 Sozialwohnungen muss das Gemeindezentrum abgerissen werden. Die Abbrucharbeiten beginnen in vier oder fünf Wochen. © Beate Dönnewald
Drei Neubauten

Gemeindezentrum und Glockenturm müssen in Dortmund Wohnungen weichen

27 Wohnungen werden in Kürze im Dortmunder Westen gebaut – auf dem Areal eines Gemeindezentrums. Für die drei Häuser hat sich der Investor etwas Besonderes ausgedacht.

Das wichtigste Dokument hält der Investor bereits in seinen Händen: die Baugenehmigung der Stadt Dortmund. Dem Bau von 27 neuen Sozialwohnungen steht somit nichts mehr im Wege. Entstehen werden sie auf dem Grundstück des ehemaligen Gemeindezentrums in Dortmund-Oestrich.

Bevor die eigentlichen Bauarbeiten beginnen, muss zunächst der Abrissbagger auf dem Areal an der Straße Auf dem Brauck 7-9 wüten. „Kirche, Turm und Pastorat, alles wird abgerissen“, berichtet Hans Georg Hovermann von der Mengeder Bürogemeinschaft auf Anfrage dieser Redaktion.

Auch der Glockenturm wird ein Fall für den Abriss-Bagger.
Auch der Glockenturm wird ein Fall für den Abriss-Bagger. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

In vier bis fünf Wochen soll der Abbruch beginnen, sagt der Bauingenieur. Weil das Erbpacht-Grundstück der Evangelischen Kirche frei von Altlasten sei, müssten dafür keine besonderen Vorkehrungen getroffen werden. Rund ein Jahr werde an dem Gebäudekomplex mit drei Häusern ab Ende April gebaut, sagt der Investor.

Wohnungen zwischen 56 und 96 Quadratmeter groß

Die Wohnungen werden zwischen 56 und 96 Quadratmeter groß sein und über zwei bis vier Zimmer verfügen. Sie würden alle barrierefrei angelegt, jede bekomme einen Balkon beziehungsweise eine Terrasse. „Mit zweieinhalb Geschossen sind die Neubauten nicht höher als die Zechenhäuser nebenan“, sagt Hans Georg Hovermann.

Als Besonderheit bekommt das mittlere Haus einen rund 60 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum. „Für interne Feten oder zum Beherbergen von Gästen“, so der Investor. Stellplätze und ein Kinderspielplatz runden das Bauprojekt ab.

Optisch orientiere er sich an den Derwald-Häusern, berichtet Hans Georg Hovermann. Als Beispiel nennt er den Neubau an der Huckarder Straße/Hülshof in Huckarde. Konkret meint Hovermann die Verblendung der Außenfassade mit grauen Klinkern. Zudem setze er auf eine energiesparende Bauweise mit Solarunterstützung.

Kreuz und Glocken sollen gerettet werden

Sowohl die Glocken im als auch das Kreuz auf dem Turm sollen gerettet werden und nicht auf den Baucontainern landen. Das habe er der Gemeindepfarrerin versprochen, sagt er.

Hans Georg Hovermann ist der Investor der neuen Sozialwohnungen in Oestrich.
Hans Georg Hovermann ist der Investor der neuen Sozialwohnungen in Oestrich. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Die Infrastruktur des Stadtteil sei „tiptop“, wirbt Hovermann. Damit meint er zum Beispiel Schulen, Kitas, Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte in unmittelbarer Nähe des Neubaus. „Sogar einen Tierarzt haben wir dort.“

Weil es sich um öffentlich geförderten Wohnraum handelt, müssen die zukünftigen Mieter über einen Wohnberechtigungsschein verfügen. Die Miete liegt bei 6,20 pro Quadratmeter.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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