Die Kirchen des Pastoralverbundes Dortmunder Westen, hier St. Magdalena in Lütgendortmund, öffnen am Wochenende wieder für Präsenzgottesdienste. © Stephan Schuetze
Coronavirus

Gemeinden vollziehen Kehrtwende bei Gottesdienstregeln

Online-Gottesdienste und digitale Andachten – das haben viele Gemeinden in Dortmund im Angebot. Einigen Gläubigen war das aber nicht genug. Ein Pastoralverbund reagiert nun auf den Druck.

In Dortmund wird es am Wochenende mehr Gottesdienste mit Besuchern geben. Noch bevor die Konferenz auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten am Mittwochabend (3.3.) ihre neuen Corona-Lockdown-Beschlüsse veröffentlichte, stand das fest.

Konkret geht es um Gottesdienste im Dortmunder Westen. Die Entscheidung des Pastoravlverbunds sorgte zunächst für Verwirrung. Doch Gemeindereferent Bastian Lauf weist darauf hin, dass die Gottesdienste nicht Teil der neuen Lockdown-Regelungen sind. „Unter Berücksichtigung der Abstands- und Hygiene-Regeln hätten wir auch bislang Präsenzgottesdienste abhalten. Dass wir es nicht getan haben, war ein selbst auferlegter Verzicht.“

Gottesdienste ins Digitale verlagert

Das Pastoral-Team hatte sich darauf verständigt, sich mit anderen vom Lockdown Betroffenen solidarisch zu zeigen und die Kirchen auch zum Schutz der Gläubigen zu schließen. Stattdessen entwickelte man verschiedene liturgische Online-Angebote.

Doch diese Angebot kamen bei den Gläubigen offensichtlich nicht so gut an wie erhofft. „Die Anfragen, ob wir nicht wieder Präsenz-Gottesdienste feiern könnten waren sehr zahlreich“, berichtet Bastian Lauf. Diesen Wünschen kommt das Pastoralteam nun nach.

Erster Anlauf am Aschermittwoch geplatzt

Zunächst wurde die Rückkehr zu den Gottesdiensten mit Besuchern für den Aschermittwoch geplant. Doch als der Lockdown erneut verlängert wurde, sah man davon ab. Doch nun möchte man den Plan durchziehen.

Beginnend mit der Vorabendmesse am Samstag (6.3.) um 18 Uhr in St. Magdalena werden die Präsenz-Gottesdienste wieder aufgenommen. Am Sonntag (7.3.) gibt es um 9 Uhr Gottesdienste in St. Laurentius Marten und Herz Jesu Bövinghausen; um 11 Uhr in Christus unser Friede Oespel und St. Magdalena. Um 17 Uhr beginnt ein weiterer Gottesdienst in der Kirche Heilige Familie Marten.

Die bekannten Hygiene-Regeln gelten

Für die Teilnehmer gelten strenge Hygiene-Regeln. Ein medizinischer Mundschutz ist Pflicht. Die Teilnehmerzahl ist limitiert. Sitzmöglichkeiten werden nur in jeder zweiten Reihe ausgewiesen, immer mit 1,50 Meter Abstand. Auf Gesang muss weiterhin verzichtet werden. Die Kirchen werden während der Gottesdienst gelüftet.

Die Sitzplatzkapazität wird verringert, in St. Magdalena zum Beispiel von 400 auf 58, wenn nur Einzelpersonen kommen. Wenn viele Menschen aus einem Haushalt den Gottesdienst besuchen, erlaubt die Einteilung der Sitzplatzbereiche eine Besucherzahl von bis zu 116 Personen.

Ein Ordnungsdienst aus ehrenamtlichen Helfern wird die Einhaltung der Hygiene-Regeln überwachen. Die digitalen Angebote auf der Homepage und über die sozialen Medien werden weitergeführt.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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