Coronavirus

Foto löst Irritationen um Maskenpflicht bei Friseuren aus

Eine Friseurmeisterin ohne textilen Mund-Nasen-Schutz: Die Veröffentlichung dieses Fotos hat am Donnerstag für Ärger und Empörung gesorgt. Ein Fall fürs Ordnungsamt ist es aber nicht.
Friseurmeisterin Ariane Vasiliou ist froh, dass sie ihr Geschäft im Teil-Lockdown nicht schließen muss. Bei ihren Kunden spüre sie aber eine zunehmende Angst vor einer Ansteckung. © Beate Dönnewald (Archiv)

Ein Mund-Nasen-Bedeckung ist in einem Friseursalon für alle verpflichtend, für den Kunden genauso wie für die Beschäftigten. So sieht es die aktuelle Corona-Schutzverordnung vor und dazu hält auch die Berufsgenossenschaft ihre Mitglieder an.

Vor diesem Hintergrund sorgte ein Foto in unserer Berichterstattung über „Friseure zum zweiten Lockdown“ für Aufregung und Irritationen. Denn das Bild zeigt eine Friseurmeisterin, die nur mit Schutz-Visier, aber keinen funktionalen Mund-Nasen-Schutz trägt.

„Mit dem abgebildeten Foto erwecken Sie den Eindruck, dass Friseurmeisterinnen/Friseurmeister mit einer sog. Gesichtsmaske ohne Mund-Nase-Bedeckung am Kunden arbeiten dürfen“, schreibt unter anderem Ludgerus Niklas, Geschäftsführer der Friseur-Innung Dortmund und Lünen. Er befürchtet sogar, dass gegen die abgebildete Person ordnungsbehördliche Maßnahmen eingeleitet werden könnten.

„Ein nach drei Seiten offenes Visier ist kein Ersatz“, schreibt ein weiterer Leser und zitiert aus der NRW-Corona-Schutzverordnung: „Die Visiere bieten eine viel höhere Gefahr einer Tröpfcheninfektion als ein textiler Mundschutz.“

Das alles weiß die abgebildete Friseurmeisterin auch und genau an diese Vorschriften hält sie sich in ihrem Salon auch. Das Foto, das sie mit einem so genannten „Schweißer-Helm“ zeigt, ist aus unserem Archiv und ist entstanden, als die textilen Masken noch nicht verpflichtend waren.

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