Aktuell laufen noch die polizeilichen Ermittlungen zum Messer-Angriff im Rahmer Wald. Unser Archivbild zeigt nicht den genauen Tatort. © Stephan Schütze (Archiv)
Gefährliche Körperverletzung

Entsetzen nach Messer-Angriff im Wald: „Was geht bei uns ab?“

Ein junger Radfahrer wird im Wald von einem Mann mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Die Tat löst Entsetzen und Anteilnahme für das Opfer aus. Der Täter wird noch immer gesucht.

Viele Fragezeichen kreisen um den brutalen Messer-Angriff, dem am Dienstagabend (23.3.) ein junger Dortmunder zum Opfer fiel. Der 23-Jährige war um 21.15 Uhr mit dem Rad im Rahmer Wald in Dortmund-Westerfilde unterwegs, als es zu der verhängnisvollen Begegnung kam.

Aus heiterem Himmel soll ein entgegenkommender Mann den Radfahrer mit einem Messer angegriffen haben. So schilderte das Opfer den Tathergang. Der Angreifer flüchtete anschließend zu Fuß in unbekannte Richtung. Bislang gibt es keine Spur von ihm.

Opfer befindet sich auf dem Weg der Besserung

Wie Polizeisprecher Sven Schönberg auf Anfrage dieser Redaktion am Donnerstagmorgen (25.3.) mitteilte, befindet sich der 23-Jährige weiterhin in stationärer Behandlung. „Er ist aber auf dem Weg der Besserung.“ Nach Informationen dieser Redaktion wurde seine Lunge in Mitleidenschaft gezogen.

Glücklicherweise habe er nach der Tat schnell professionelle Hilfe erhalten, so Sven Schönberg. „Das Opfer schaffte es noch bis zur Straße Mastbruch, wo er auf eine Gruppe von Arbeitern traf. Einer von ihnen hat sofort einen Rettungswagen gerufen.“

In den nächsten Tagen werde das Opfer weiter vernommen, „um hoffentlich noch etwas mehr Licht ins Dunkel zu bekommen“, so Sven Schönberg. Fest stehe bereits jetzt, dass es sich nicht um ein Raubdelikt handelt. „Dem Opfer wurde nichts gestohlen.“

„Mitten ‚im Dorf‘ passieren solche widerwärtigen Dinge“

Die brutale Tat im Rahmer Wald löste gleichzeitig Entsetzen und Anteilnahme für das Opfer aus. Mehrere E-Mails erreichten die Redaktion, in der die Verfasser ihr Mitgefühl für den 23-Jährigen ausdrücken. Markus Waitz schreibt zum Bespiel: „Ich habe Ihren Artikel gelesen und finde den Vorgang zutiefst beschämend. In unserer Mitte, mitten ‚im Dorf‘, passieren solche widerwärtigen Dinge.“

Gerne hätte Markus Waitz dem Opfer mit einem Blumenstrauß oder ähnlichem signalisiert, „dass in der Bevölkerung an seinem Schicksal Anteil genommen wird.“ Der Polizei ist es aber leider nicht möglich, einen Kontakt herzustellen. Doch vielleicht liest der junge Mann ja diese Zeilen.

Auch in den sozialen Netzwerken wird über den Messer-Angriff diskutiert, aber deutlich weniger, als man bei einer so brutalen Tat vermutet hätte. „Richtig Ghetto geworden“, „Nirgendwo kannst du noch rumlaufen“ und „Was geht bei uns ab?“ heißt es unter anderem in den Kommentaren. Ein User wünscht dem Opfer „schnelle Genesung und seiner Familie viel Kraft.“

Mittlerweile haben sich auch mögliche Zeugen bei der Polizei gemeldet. „Die Aussagen werden gerade ausgewertet“, so Schönberg. Wer die Tat beobachtet hat oder Hinweise zu tatverdächtigen Personen geben kann, wird weiterhin gebeten, sich in der Kriminalwache der Polizei unter Tel. (0231) 132-74 41 zu melden.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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