Die Zahl der coronaerkankten Bewohner und Mitarbeiter ist in einem Dortmunder Seniorenzentrum gestiegen. © Helmut Kaczmarek (Archivbild)
Corona-Ausbruch

Dramatische Zahlen: Mehr als 100 Corona-Infizierte in Dortmunder Altenheim

Die Zahl ist fast unvorstellbar: In einem Dortmunder Altenheim gelten aktuell mehr als 100 Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter und Bewohner eines Altenheims in Dortmund ist dramatisch gestiegen.

Schon in der vergangenen Woche waren in dem Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt in Kirchlinde viele Bewohner und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Tests am 14. Januar (Donnerstag) ergaben 50 Bewohner und 12 Mitarbeiter, die seither als Corona-positiv gelten.

Nachdem das Gesundheitsamt der Stadt am Mittwoch (20.1.) erneut alle Bewohner und Mitarbeiter getestet hat, ist die Zahl regelrecht niederschmetternd. Das aktuelle Ergebnis: 73 Bewohner und 32 Mitarbeiter gelten als mit dem Coronavirus infiziert. Laut Homepage des Heims bietet es Platz für 126 Bewohner. Sollte das Heim voll belegt sein, sind damit fast 60 Prozent der Bewohner mit dem Virus infiziert.

Die neuen Zahlen hat die Pressesprecherin der Arbeiterwohlfahrt (Awo) auf Anfrage dieser Redaktion mitgeteilt. „Die Angehörigen werden nun über den aktuellen Stand informiert“, sagt die Sprecherin Katrin Mormann.

Für die Bewohner und ihre Angehörigen besonders bitter: Anfang Januar hatten die meisten Bewohner bereits die erste Corona-Impfung erhalten. Auf die Wiederholungs-Impfung müssen sie aber nun wegen ihrer Erkrankung offenbar verzichten. Es würden nur Bewohner die zweite Impfung erhalten, wenn „keine Symptome einer Covid-Erkrankung vorliegen“, teilt Mormann mit.

Laut der Stadt-Pressesprecherin Anke Widow stehen noch Testergebnisse aus. Am Montag sollen sie vorliegen.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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