Drei weitere Mitarbeiter des Seniorenzentrums in Lütgendortmund haben sich mit dem Coronavirus infiziert. © Natascha Jaschinski
Coronavirus

Dortmunder Seniorenheim: Zahl der aktuellen Corona-Fälle steigt auf 64

42 Bewohner und 19 Mitarbeiter eines Dortmunder Seniorenheims sind Stand Montag akut mit Corona infiziert. Jetzt sind drei neue Fälle hinzugekommen. Wie geht das Heim damit um? Fragen und Antworten.

Das Dortmunder Gesundheitsamt hat in der vergangenen Woche im Seniorenzentrum Am Volksgarten in Lütgendortmund eine Reihentestung von Bewohnern und Mitarbeitern angeordnet. Damit reagierte es auf einen bekannt gewordenen Corona-Fall im Haus.

Seit Montag (23.11.) ist nun bekannt, dass 42 Bewohner und 19 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert sind. Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der aktuellen Fälle weiter. Ein Sprecher des Betreibers Alloheim Senioren-Residenzen äußerte sich am Dienstag zur aktuellen Situation.

Wie ist die Lage im Seniorenzentrum am 24.11.?

Bis Montag (23.11.) waren 42 Bewohner und 19 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Am Dienstag heißt es vom Sprecher des Betreibers, es seien keine weiteren positiv getesteten Bewohner hinzugekommen. „Die Zahl der positiv getesteten Mitarbeiter ist aber auf 22 gestiegen“, so der Alloheim-Sprecher.

Wie viele Bewohner zeigen Symptome?

Zwei getestete Bewohner wurden bis Freitag ins Krankenhaus verlegt, am Dienstag sind es nun insgesamt drei Bewohner, die ein positives Testergebnis haben.

Wie viele Bewohner und Mitarbeiter hat das Seniorenzentrum?

Das Seniorenzentrum hat insgesamt 113 Pflegeplätze und rund 120 Mitarbeiter.

Wie wird der Ausfall der positiv getesteten Mitarbeiter aufgefangen?

Die 22 positiv getesteten Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne. „Die Einrichtung hat den Dienstplan der Situation angepasst“, so der Sprecher. Man habe ein Pflegeteam ausschließlich für positiv getestete Bewohner aufgestellt. „Darüber hinaus nutzt die Einrichtung Zeitarbeit zur Unterstützung in der aktuellen Situation.“

Wie groß ist die Sorge um die Bewohner, die ja zur Risikogruppe gehören?

„Wir haben die Angehörigen umgehend über die Situation informiert, halten sie regelmäßig auf dem Laufenden und arbeiten sehr transparent mit ihnen zusammen“, sagt der Alloheim-Sprecher. Die Angehörigen der positiv getesteten Bewohner zeigten seinen Angaben zufolge viel Verständnis für die Situation und die Notwendigkeit der getroffenen Maßnahmen, auch wenn sie traurig über das Besuchsverbot sind. „Unsere Mitarbeiter sind für die Bewohner da und unterstützen sie“, heißt es von Alloheim.

Welche Vorkehrungen trifft die Einrichtung?

Die positiv getesteten Bewohner werden auf abgetrennten Wohnbereichen in ihren Zimmern isoliert. Die Mitarbeiter sind wohnbereichsbezogen eingeteilt und arbeiten ausschließlich auf dem ihnen zugewiesenen Wohnbereich. Alle Bewohner der Einrichtung werden täglich mehrmals nach dem Gesundheitszustand befragt, ebenfalls wird mehrmals täglich die Temperatur gemessen, heißt es auf Anfrage.

Wie verhalten sich die Pflegerinnen und Pfleger?

„Alle Mitarbeiter müssen generell – wie zuvor bereits – ein Selbstmonitoring inklusive Messen der Körpertemperatur durchführen“, so der Alloheim-Sprecher. Für die gesamte Einrichtung gelte: Mahlzeiten werden vornehmlich nur noch auf den Zimmern ausgegeben. Alle Bewohner sind unter anderem nachdrücklich dazu angehalten, auf ihren Zimmern zu bleiben.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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