Perdita Gaedig ist Schaustellerin mit Leib und Seele. Weil Volks- und Straßenfeste aktuell verboten sind, hält sie sich mit ihrer neuen „Curry-Kurve“ über Wasser. © Beate Dönnewald
Coronavirus

Dortmunder Schaustellerin schließt ihren Imbiss – und gibt Entwarnung

Im Juni eröffnete Perdita Gaedig ihre „Curry-Kurve“. Der Imbisswagen soll die Dortmunder Schaustellerin durch die Corona-Pandemie retten. Doch jetzt ist der Stand geschlossen. Was ist passiert?

In den vergangenen Monaten hat sich Schaustellerin Perdita Gaedig mit ihrer „Curry-Kurve“ eine treue Stammkundschaft aufgebaut. Seit Juni verkauft sie Pommes, Curry- und Bratwurst an der Straße – eine Corona-Notlösung.

Normalerweise trifft man die 58-Jährige seit 37 Jahren nämlich mit ihren Backkartoffeln auf Volksfesten an. Doch die sind in den vergangenen Monaten alle wegen der Coronavirus-Pandemie ausgefallen. Also hat Perdita Gaedig nach einer alternativen Einnahmequelle gesucht und sie mit ihrer „Curry-Kurve“ an der Straße „Bärenbruch“ in Dortmund-Marten auch gefunden.

Doch vor über einer Woche ist der Imbisswagen verschwunden. Hat Perdita Gaedig das Geschäft aufgeben? Oder gönnt sie sich einfach nur mal eine Pause?

Winterpause bis Ende Februar

„Ich mache tatsächlich gerade eine Winterpause“, sagt die Vollblut-Schaustellerin am Donnerstag (17.2.) auf Anfrage dieser Redaktion. Auslöser seien die hohen Minusgrade der vergangenen Tage gewesen. „Bei Minus 5 oder 10 Grad macht das alles keinen Sinn. Mir wäre das Wasser eingefroren, außerdem hätte hier niemand wegen des Schnees parken können.“

Auch wenn die Temperaturen jetzt fast frühlingshaft sind, will sie an der Winterpause festhalten. Auch, um mal ein paar private Dinge zu erledigen oder um Arzttermine für sich und ihre Eltern wahrzunehmen. Bis Ende Februar wolle sie daher noch pausieren.

Wann genau es mit der Curry-Kurve weitergeht, könne sie aktuell nicht sagen, so Perdita Gaedig. Sollte die Dortmunder Osterkirmes ab dem 27. März stattfinden dürfen, müssten die Stammkunden noch etwas länger auf eine Wiedereröffnung der „Curry-Kurve“ warten. „Denn dann müssen wir unseren Wagen für den Verkauf der Backkartoffeln fit machen, weil der über ein Jahr nicht bewegt wurde“, erklärt Perdita Gaedig.

Was bringt der nächste Corona-Gipfel am 3. März?

Die Dortmunder Schaustellerin ist auf den nächsten Corona-Gipfel am 3. März mehr als gespannt. „Mal schauen, was sich Merkel und die Minister dann wieder ausdenken.“ Die Perspektivlosigkeit für ihre Branche sei auf Dauer ein unhaltbarer Zustand, sagt sie.

Dank ihrer „Curry-Kurve“ sei sie aber ganz gut durch die vergangenen Corona-Monate gekommen. „Essen, tanken und die Telefonrechnung kann man davon zumindest bezahlen“, so Perdita Gaedig. Außerdem sei sie nicht der Typ, der „zu Hause sitzen kann, um auf Dinge zu warten, die nicht kommen.“

Besonders schön sei es gewesen, dass einige Kollegen sie in der Vergangenheit an ihrem Stand besucht hätten, so die Dortmunder Schaustellerin. „Das tat so gut. Ich habe mich fusselig gefreut.“

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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