Mittlerweile steht bereits der Rohbau des Realschul-Anbaus. Im Herbst können die Schüler und Lehrer voraussichtlich einziehen. © Simone Linnewerth
Einzug im Herbst

Dortmunder Realschule freut sich auf Anbau und Ende der „Container-Ära“

Ein schicker Anbau, den Schüler und Lehrer im Herbst beziehen können, ein neuer Konrektor und Distanzunterricht mit wenig Pannen und viel Kreativität: An dieser Realschule läuft es gerade rund.

Wer eine Baustelle vor der Haustür hat, freut sich in der Regel nicht darüber. Bei Simone Linnewerth, Rektorin der Wilhelm-Busch-Realschule, ist das anders. Sie ist jedes Mal aufs Neue glücklich, wenn sie die Bauarbeiten durch ihr Bürofenster beobachtet.

Denn die Schule an der Höfkerstraße in Dortmund-Dorstfeld bekommt einen schicken Anbau, mittlerweile steht schon der Rohbau. „Wenn alles nach Plan läuft, können wir ihn im Oktober beziehen“, sagt die 50-Jährige im Gespräch mit dieser Redaktion.

Die Schulleiterin freut sich zum einen über die „solide Bauweise“: „Das sind keine Fertigwände, hier wurde alles richtig gegossen“, sagt sie. Die Pädagogin muss es wissen: Denn fast jeden Tag hat sie den Baufortschritt beobachtet und sogar fotografisch dokumentiert. Die Aussicht auf „viel Glas und Holz“ stimmt sie ebenso froh.

Tolle Nudel-Brücken haben die Technik-Realschüler während des Distanzunterrichts angefertigt.
Tolle Nudel-Brücken haben die Technik-Realschüler während des Distanzunterrichts angefertigt. © privat © privat

Der Anbau ist zweigeschossig und wird einen direkten Zugang zum Hauptgebäude haben. Oben entstehen neue Klassen- und Differenzierungsräume, unten ist unter anderem Platz für einen Speiseraum, eine Lehrküche und die Betreuungskinder. „Dann hat die Betreuung im Container endlich ein Ende“, sagt Linnewerth. Das i-Tüpfelchen ist eine überdachte Terrasse.

Neue Dimension des Lernens

Die Schulleiterin fiebert regelrecht den vielen neuen Möglichkeiten entgegen, die der Anbau Schülern und Lehrern bieten wird. „Die obere Etage können wir als offene Lernlandschaft nutzen, das heißt, uns steht auch der Flur zur Verfügung.“

Vor allem für die Inklusionsarbeit sei das ein Riesenvorteil, weil Klassen dann in unterschiedlichen Kombinationen lernen könnten. „Die individuelle Förderung ist so viel besser möglich.“ Und gerade nach Corona wohl auch nötig: „Da werden einige Verluste aufgetreten sein. So können wir die Kinder dort abholen, wo sie gerade stehen.“ Mit der Fertigstellung des Anbaus beginne an der WBR eine „neue Dimension des Lernens“.

Technisch und digital will die Dorstfelder Realschule den bereits eingeschlagenen Weg weiter fortsetzen. „Wir gehören ja zu den Pilotschulen, deren Räume alle mit digitalen Tafeln ausgestattet wurden“, so Linnewerth. Auch der Anbau werde über diesen digitalen Standard verfügen. „Ausbau und Verfeinerung der technischen Gegebenheiten“ sei neben der Unterrichtsentwicklung, also Verstärkung der individuellen Förderung, ein weiteres Ziel der Realschule.

Neuer Konrektor seit dem 1. Februar

Simone Linnewirth ist guter Dinge, dass beides gelingen wird – unter anderem auch deshalb, weil sie personelle Unterstützung bekommen hat. „Seit dem 1.2. ist Sascha Konrad unser neuer Konrektor“, freut sich die Schulleiterin. Damit seien beide Konrektoren-Stellen endlich besetzt.

Sogar ein gemeinsames Courage-Projekt ist den Schülern im Homeschooling gelungen.
Sogar ein gemeinsames Courage-Projekt ist den Schülern im Homeschooling gelungen. © privat © privat

Zum Schluss hat die Rektorin noch eine gute Nachricht: Sie freue sich darüber, dass der Distanzunterricht in weiten Teilen gut funktioniere. „Unsere Lehrer geben sich wirklich große Mühe und es sind schon schöne Sachen entstanden.“

Als Beispiel nennt sie den einfallsreichen Technik-Lehrer. „Um den Kindern aus der Ferne Technik zu vermitteln, hat er sie Nudel-Brücken nach Anleitung bauen lassen.“ Dabei seien tolle Ergebnisse herausgekommen.

Beeindruckt habe sie auch das Courage-Projekt, das einer Kollegin und ihren Schülern im Homeschooling gelungen sei. „Ein wichtiger Beitrag gegen Rechts“, lobt Linnewerth, Rektorin einer Realschule mit dem Titel: „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“.

So können Eltern ihre Kinder an der Realschule anmelden

  • Vom 12.2. bis 23.2 können die jetzigen Viertklässler der Grundschulen angemeldet werden.
  • Auf der Homepage der Schule (www.wbr-do.de) finden Interessierte alle nötigen Informationen und ein Anmeldeformular zum Herunterladen.
Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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