Die Metall-Säule im Klinik-Hof hatte eine besondere Mission. Mittlerweile steht sie dort nicht mehr. © Archiv
Mysteriöse Metall-Säule

Dortmunder Monolith mit besonderer Mission ist wieder verschwunden

Mehrere Wochen stand eine mysteriöse Metall-Säule vor einem Dortmunder Krankenhaus. Mittlerweile ist sie vom Klinik-Hof wieder verschwunden. Hat sie ihre besondere Mission erfüllt?

Ende vergangenen Jahres tauchten weltweit silberne Monolithen auf und lösten ein großes Rätselraten aus. Die erste Metallsäule sichtete man im November 2020 in einer Wüste im amerikanischen Bundesstaat Utah, weitere dieser geheimnisvollen Stelen wurden unter anderem in Rumänien, Großbritannien, in der Schweiz und auch in Deutschland platziert.

Mitte Dezember „landete“ ein Monolith sogar in Dortmund – im Hof des Lütgendortmunder Knappschaftskrankenhauses. Schnell stellte sich heraus, dass hier keine geheimen Kräfte am Werk waren, sondern die Klinikleitung die Aktion initiiert hatte. Das verriet auf Anfrage dieser Redaktion Susanne Janecke, Pressesprecherin des Klinikums Westfalen.

Monolith sollte helfen, Pflegekräfte zu finden

Die Idee dahinter: Die Chefetage wollte das damals große mediale Interesse am Monolithen-Phänomen in eigener Sache nutzen. So sollte die Klinik-Säule Aufmerksamkeit erregen und gleichzeitig bei der Suche nach neuen Pflegekräften helfen. Mittels eines an der Stele installierten QR-Codes konnten Interessierte auf das Bewerberportal des Krankenhauses gelangen.

Auch unterhalb des Schlosses Neuschwanstein stand Ende 2020 auf einer verschneiten Wiese ein Monolith.
Auch unterhalb des Schlosses Neuschwanstein stand Ende 2020 auf einer verschneiten Wiese ein Monolith. © dpa © dpa

Mittlerweile ist die Metall-Säule vom Hof des Knappschaftskrankenhauses an der Volksgartenstraße wieder verschwunden. Zurück bleiben Fragen: Wohin ist sie entschwunden? Steht sie nun an einem anderen Ort? Und: Hat sie ihre Mission erfüllt und dem Krankenhaus neue Mitarbeiter beschert?

Metall-Säule wurden eingelagert

Jörg Kühn, Leiter Marketing und Veranstaltungsmanagement des Klinikums Westfalen, bringt Licht ins Dunkel. „Wir haben die Metall-Säule eingelagert“, berichtet er auf Anfrage dieser Redaktion. Und mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: „Üblicherweise verschwinden die Monolithen aber bei diesem Phänomen ganz.“

Man habe den Monolithen entfernt, weil sein Job erledigt sei. „Wir haben nachlassendes Interesse auf den sozialen Medien und weniger Zugriffe auf unserem Bewerberportal registriert“, so Jörg Kühn.

Ob die auffällige Aluminium-Stele dem Klinikum Westfalen tatsächlich neue Pflegekräfte und Auszubildende beschert hat, kann er allerdings nicht sagen: „Das ist uns nicht bekannt, da die Bewerber ja nicht angeben, ob sie durch den Monolithen oder andere Stellenanzeigen auf uns aufmerksam geworden sind.“

Bedarf an Pflegekräften ist weiterhin groß

Nach wie vor gebe es einen größeren Bedarf an ausgebildeten Pflegekräften genauso wie an Bewerbern, die sich für den Pflegeberuf ausbilden lassen wollen, so Kühn. Auf der Internetseite des Klinikums www.klinikum-westfalen.de können sich Interessierte über Berufsangebote und Ausbildungswege in der Gesundheits- und Krankenpflege informieren und sich auch direkt bewerben.

Zum Klinikum Westfalen gehören die beiden Dortmunder Knappschaftskrankenhäuser in Brackel und Lütgendortmund, die Klinik am Park in Lünen und das Hellmig-Krankenhaus in Kamen. „Eingesetzt werden die Mitarbeiter in unseren vier Häusern. Individuelle Wünsche nach dem Einsatzort versuchen wir zu berücksichtigen“, so Jörg Kühn.

Das weltweite Monolithen-Geheimnis ist gelöst

Längst scheint übrigens auch das große Monolithen-Rätsel gelöst: Ein australisches Comedy-Trio behauptet zumindest, die Metall-Säulen in sämtlichen Ländern platziert zu haben. Es wollte damit seine neue Show auf Netflix bewerben.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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