André Erdmann (l.) und René Rosenthal sind die neuen Betreiber der „Futterluke“. Die Fans der Kult-Pommesbude trauen ihnen viel zu. © privat
Erstes Fazit

Dortmunder Kult-Imbiss im Lockdown: Neustart ist geglückt – trotz Einbußen

Die Umsätze der beliebten Pommesbude könnten besser sein, gerade das Mittagsgeschäft ist wegen des Lockdowns massiv eingebrochen. Doch die neuen Betreiber sind zufrieden und setzen auf Kreativität.

Der Mut der neuen Imbiss-Betreiber wird belohnt: Mitten im zweiten Lockdown haben sie nach langer Schließungszeit eine der beliebtesten Dortmunder Pommesbuden wachgeküsst. Gut zwei Monate nach der Neueröffnung der Lütgendortmunder Futterluke ziehen sie ein positives Fazit.

„Vor allem die Anfangszeit war super“, sagt René Rosenthal, einer der beiden Inhaber. Ob Mittagsgeschäft oder Abendverkauf, alles sei gut angelaufen. Bis Mitte Dezember war die Welt in der runderneuten Pommesbude am Lütgendortmunder Hellweg trotz Corona in Ordnung.

Doch dann beschlossen Bund und Länder kurz vor Weihnachten verschärfte Lockdown-Maßnahmen. Sie blieben auch für das Imbiss-Team nicht ohne Folgen. Vor allem das Mittagsgeschäft sei um die Hälfte eingebrochen, so Rosenthal. „Man spürt einfach, dass viele Mitarbeiter aus den umliegenden Firmen und Büros im Homeoffice sind.“

Die Außenfassade der Futterluke wurde mit neuen Schildern aufgepeppt.
Die Außenfassade der Futterluke wurde mit neuen Schildern aufgepeppt. © René Rosenthal © René Rosenthal

„Halbwegs normal“ läuft es ab 16 Uhr

„Halbwegs normal“ laufe der Betrieb ab 16 Uhr „Natürlich stellen wir fest, dass die Leute weniger rausgehen. Aber im Schnitt haben wir 100 bis 110 Bons täglich, und damit sind wir zufrieden“, sagt der 33-Jährige. Und ergänzt: „Ohne Lockdown würden wir weit darüber liegen, aber wir können davon leben.“ Die Futterluke zu übernehmen, sei absolut die richtige Entscheidung gewesen, betont René Rosenthal.

Mit den Gästen sei man im ständigen Austausch, unter anderem über die Sozialen Netzwerke. Ihre Kritik und Anregungen nehme man ernst, sagt Rosenthal. So sei zum Beispiel auf Wunsch vieler Gäste die Frikadellen-Rezeptur geändert worden. „Die Kunden haben sich eine lockere Konsistenz und mehr Würze gewünscht.“

Andererseits könne man es natürlich nicht jedem Recht machen. „Wir bereiten alles frisch zu und arbeiten ohne Geschmackverstärker, das kennen viele gar nicht mehr.“

Der ausgeräumte Innenbereich der Futterluke bietet nun genügend Platz für wartende Kunden und die Abstandsregeln.
Der ausgeräumte Innenbereich der Futterluke bietet nun genügend Platz für wartende Kunden und die Abstandsregeln. © René Rosenthal © René Rosenthal

Ihre Speisekarte erweitern René Rosenthal und Mitinhaber André Erdmann gerne und regelmäßig um neue Gerichte. Seit Sonntag gehören Spareribs vom Smoker (Grill für große Fleischstücke) zum festen Angebot – nach einem zweiwöchigen Testlauf. „95 Prozent der Kunden auf Instagram haben dafür gestimmt.“

Zukünftig weitere Smoker-Gerichte

René Rosenthal und André Erdmann wollen ihre Gäste zukünftig mit weiteren Smoker-Aktionen überraschen. „Mit hochwertige Barbecue-Gerichten, die man normalerweise so nicht in einem Imbiss bekommt.“ Mehr soll noch nicht verraten werden.

Mittlerweile wurde die Futterluke auch außen aufgepeppt. „Die neuen Schilder passen gut zur Inneneinrichtung mit den Dortmunder und Lütgendortmunder Motiven.“ Außerdem habe man das Mobiliar vorübergehend ausgelagert, damit die Kunden nicht mehr draußen auf ihre Gerichte warten müssen, sagt Rosenthal. „So können sie den vorgeschriebenen Abstand einhalten.“

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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