Für die kleine Paulina wurde ein Stammzellenspender gefunden. © Klinikum Westfalen
Schwere Krankheiten

Das ging schnell: Spender für die schwer kranke Paulina gefunden

Gute Nachrichten für die kleine Paulina aus Dortmund: Für das 16 Monate alte und schwer kranke Mädchen wurde ein Stammzellenspender gefunden. Und das in ungewöhnlich kurzer Zeit.

Der Aufruf kam vor Weihnachten: Eine Mitarbeiterin und die Tochter einer Mitarbeiterin der Knappschaftskrankenhäuser in Dortmund sind dringend auf eine Stammzellenspende angewiesen. Der Verbund der Knappschaft Kliniken hat daher gemeinsam mit dem Klinikum Westfalen zu einer Registrierungsaktion für Stammzellenspenden in Kooperation mit der DKMS aufgerufen.

Mit Erfolg: Es gibt bereits einen Spender für Paulina. Die Tochter einer Mitarbeiterin des Knappschaftskrankenhauses Lütgendortmund leidet an einer seltenen Stoffwechselerkrankung. Mit dem Spender gibt es nun Hoffnung auf schnelle Besserung. Noch im Februar wird sie auf eine bevorstehende Transplantation vorbereitet.

OP-Reinigungskraft: Will schnell wieder arbeiten

Zuvor war bereits ein Spender für eine OP-Reinigungskraft des Knappschaftskrankenhauses Dortmund gefunden worden. Die an Blutkrebs erkrankte Sandra Zegula erhält ebenfalls noch im Februar eine Stammzellenspende. Sie will schnellstmöglich wieder arbeiten, da sie ihre Kollegen und das Team vermisst. „Bis zur Rente habe ich ja noch etwas Zeit“, sagt die 48-Jährige.

In den Krankenhäusern ist man glücklich darüber, dass so schnell Spender gefunden wurden. „Wir wollten in beiden Fällen helfen und sind froh, dass es gelungen ist“, so Klaus-Peter Wolter, Pressesprecher des Klinikums Westfalen, zu dem die Knappschaftskrankenhäuser gehören.

Suche war ungewöhnlich schnell erfolgreich

Ihn beeindruckt dabei auch, mit welcher Geschwindigkeit die potenziellen Spender entdeckt wurden. „Im Grunde ist nicht damit zu rechnen, dass man innerhalb von ein, zwei Monaten einen Spender findet“, so Wolter. „Es ist ein Glücksfall, dass es diesmal so schnell gelungen ist.“

Den Erfolg bei der Suche nach gleich zwei Stammzellenspendern wollen sich die Knappschaftskrankenhäuser nicht auf die Fahne schreiben. „Wir wissen nicht, ob die Spender Personen sind, die unserem Aufruf gefolgt sind, oder ob sie sich ganz woanders haben registrieren lassen“, so Wolter. Der Datenschutz von Patienten und Spendern hat Priorität. Daher weiß Wolter auch nicht, wie viele Menschen letztendlich dem Spendenaufruf gefolgt sind.

Das Set kommt nach Hause: Registrierung als Spender ist einfach

Während die Corona-Pandemie viele Prozesse im Gesundheitswesen erschwert, ist die Registrierung und Typisierung von möglichen Stammzellenspendern davon nicht betroffen. Über die Website der DKMS lässt sich ein Registrierungsset nach Hause bestellen. Mit einem Wattestäbchen wird ein Wangenabstrich durchgeführt, anschließend wird das Stäbchen mit den Unterlagen zurückgeschickt und die Registrierung von der DKMS abgeschlossen.

„Die Möglichkeit, alles online abzuwickeln, hat es für viele mögliche Spender vereinfacht. Man muss nirgends hinfahren, um sich testen zu lassen, sondern kann alles von zuhause erledigen. Das ist ein toller Service, der inzwischen angeboten wird“, so Klaus-Peter Wolter.

Jede Typisierung bedeutet ein Stück Hoffnung

„Bei der DKMS freut man sich, wenn sich möglichst viele Menschen Aufrufen wie dem der Knappschaft Kliniken anschließen oder mit einer Spende helfen, zu den Kosten beizutragen. Mit jeder Typisierung entsteht ein Stück mehr Hoffnung für Betroffene wie Paulina und Sandra Zegula“, heißt es in einer Stellungnahme der Krankenhäuser.

Nun wünsche man den Betroffenen und ihren Familien alles Gute und bedanke sich bei allen, die sich an der Aktion beteiligt haben.

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