Ein Bewohner des Awo-Seniorenheims in Kirchlinde ist inzwischen leider gestorben. Zu Lebzeiten hatte diese Redaktion mit einer seiner Angehörigen gesprochen. © Freddy Schneider
Coronavirus im Seniorenheim

Corona-kranker Awo-Heimbewohner gestorben: „Er wollte 100 werden“

Eine Dortmunderin hatte auf einen Corona-Ausbruch im Awo-Seniorenheim aufmerksam gemacht. Damals lebte ihr Schwiegervater (94) noch. Nun ist er tot.

Schon bevor der Corona-Ausbruch im Awo-Seniorenheim Kirchlinde bekannt wurde, hatte Ursula Wöstefeld unsere Redaktion darauf aufmerksam gemacht.

Ihr Ex-Schwiegervater lebte dort und war mit dem Virus infiziert.

Der 94-Jährige musste zur Behandlung ins Kirchlinder Krankenhaus gebracht werden. Nun ist er tot.

„Er wollte 100 Jahre alt werden“, sagt Ursula Wöstefeld. „Wir hatten so viel Hoffnung, weil er schon geimpft wurde.“

Heimbewohner hatte erste Impfung bekommen

Der 94-Jährige wurde am 2. Januar als einer der ersten Bewohner gegen das Coronavirus geimpft. Doch braucht die Impfung immer Zeit, um ihren Schutz zu entfalten. Bevor es dazu kam und die Impfung helfen konnte, infizierte sich der Mann.

Beerdigung steht kurz bevor

Nun bereitet sich Wöstefeld mental auf die Beerdigung vor. In Kürze wird ihr Ex-Schwiegervater beigesetzt, dem sie sehr nahe stand. „Er war immer für uns da“, sagt Wöstefeld. Vor der Pandemie habe sie ihn einmal wöchentlich besucht.

Der 94-Jährige ist nicht das einzige Opfer, das die Corona-Pandemie in dem Awo-Seniorenheim gefordert hat. Stand Freitag (29.1.) waren 14 Bewohner in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Wöstefeld ist wichtig, dass weiter über die Thematik berichtet wird. „Es muss auf Ausbrüche im Seniorenheim aufmerksam gemacht werden“, sagt die Dortmunderin.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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