Ein geplatztes Wasserrohr richtete einen großen Schaden im Vereinsheim des Tennisclubs an. Unter anderem muss ein großer Teil der Deckenverkleidung erneuert werden. © Beate Dönnewald
Großer Schaden

Böse Schnee-Folgen für Dortmunder Tennisverein: Überschwemmung im Clubhaus

Große Katastrophe nach den kalten Schnee-Tagen: Ein geplatztes Rohr setzte das komplette Vereinsheim eines Dortmunder Tennisclubs unter Wasser. Der Schaden ist beträchtlich.

Jeden Tag sieht Gerald May im Clubhaus und auf dem Außengelände nach dem Rechten. Nach der Stippvisite am Sonntagmorgen (14.2.) ging der Sportwart des Tennisclubs Oespel-Kley beruhigt nach Hause. „Da war die Welt noch in Ordnung.“

24 Stunden konnte davon nicht mehr die Rede sein. „Am Montagmorgen habe ich mich gewundert, dass ich keine Meldungen mehr von unserer Solaranlage bekommen habe“, erzählt Gerald May. Also sei er sofort mit einen unguten Gefühl zum Vereinsheim an der Borussiastraße gefahren.

Wasser bereits auf den Stufen vor der Eingangstür

Schon draußen habe er sich über die Wassermengen auf den Stufen gewundert. „So viel Schnee kann hier doch gar nicht getaut sein“, habe er noch beim Aufschließen der Eingangstür gedacht – und dann seien ihm auch schon die Wassermassen entgegengekommen.

Das ist der Übeltäter: Dieses kleine, nicht insolierte Rohr ist geplatzt und setzte das komplette Clubhaus unter Wasser.
Das ist der Übeltäter: Dieses kleine, nicht insolierte Rohr ist geplatzt und setzte das komplette Clubhaus unter Wasser. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Gerald May traute seinen Augen nicht: Alle Räume des Vereinsheims standen unter Wasser. „Ich schätze, das Wasser stand vier bis fünf Zentimeter hoch“, erzählt er. Auch die obere Etage war betroffen.

Der Grund für die Überschwemmung war schnell gefunden: Ein Wasserrohr war geplatzt, eine Folge der Kälte, vermutet Gerald Mey. „Es war nicht isoliert, ist deshalb wahrscheinlich zugefroren und beim Tauen dann an einer kleinen Stelle geplatzt.“

Das Rohr befand sich im Tresen-Bereich der oberen Etage. Rund 24 Stunden konnte das Wasser ungehindert von der Empore nach unten tropfen und richtete einen immensen Schaden an.

Unter anderem zerstörte es große Teil der Deckenverkleidung und des Parketts. Sämtliche Holzbalken sind mit Wasser vollgesaugt, der große Fernseher ist defekt. Wahrscheinlich werden sich weitere Schäden erst nach und nach offenbaren.

Sportwart schätzt den Schaden auf rund 15.000 Euro

Gerald May schätzt den Schaden bislang auf rund 15.000 Euro. Die Versicherung ist bereits informiert.

In einem dreistündigen Kraftakt hat eine Reinigungsfirma das Wasser aus dem Clubhaus am Montag entfernt. Mehrere Bau-Trockner sind nun im Einsatz. „Bis alles wieder trocken ist, werden wohl 14 Tage vergehen“, so Gerald May. Erst dann könne mit der Sanierung begonnen werden. Um die Reparatur des Wasserrohrs hat sich eine Fachfirma bereits am Dienstag (16.2.) gekümmert.

Eine Fachfirma hat am Dienstag das Wasserrohr ausgetauscht. Mit den Folgen des Wasserrohrbruchs wird der Tennisclub wohl noch länger zu kämpfen haben.
Eine Fachfirma hat am Dienstag das Wasserrohr ausgetauscht. Mit den Folgen der Überschwemmung wird der Tennisclub wohl noch länger zu kämpfen haben. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Gerald May ist restlos bedient. „Erst Corona und jetzt das.“ Der Tennisclub Oespel-Kley hofft schnell auf bessere Zeiten.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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