Ab dem kommenden Wochenende ist die Kokerei Hansa für Besucher wieder geöffnet. Auch Führungen finden statt. © Werner J. Hannappel
Coronavirus

Ausbruch im Altenheim macht Stadtbezirk zu stadtweitem Corona-Hotspot

In einigen Dortmunder Stadtteilen gibt es besonders viele Corona-Fälle. Huckarde ist ein Hotspot. Eine Statistik zeigt, wie dramatisch sich der Ausbruch im Kirchlinder Awo Seniorenzentrum auswirkt.

Das Coronavirus hält Dortmund weiterhin in Atem. Jetzt zeigen Zahlen der Stadtverwaltung, wo sich das Virus am meisten ausgebreitet hat. Unter anderem werden in der Statistik der Stadt die Positivfälle pro 100.000 Einwohner im jeweiligen Stadtbezirk betrachtet. Stand der Daten ist der 12. Februar 2021.

1340 positive Corona-Fälle in Huckarde

An jenem 12. Februar gab es im Stadtbezirk Huckarde 1340 positive Corona-Fälle. Im Vergleich zum Monat Januar (1123) stieg die Gesamtzahl der Fälle seit Ausbruch der Pandemie um 19,3 Prozent.

Zur Einordnung nutzt die Stadt Dortmund die Einwohnerzahl, die im Jahr 2019 erhoben wurde. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 lebten im Stadtbezirk Huckarde 36.381 Menschen. Es war also inzwischen mehr als jeder 30. Huckarder mit dem Coronavirus infiziert.

Schon Ende 2020 galt Huckarde als „Corona-Hotspot“. Eine Grafik zeigt den Verlauf der Corona-Fälle im Stadtbezirk im Überblick. Nur die nördliche Innenstadt mit insgesamt 4406 Positivfällen und Eving mit 4127 positiven Corona-Fällen liegen vor Huckarde.

Im vergangenen Auswertungsmonat, also von Mitte Januar bis Mitte Februar, ist Huckarde sogar am stärksten „durchseucht“: Der Corona-Ausbruch im Awo-Seniorenheim in Kirchlinde, das zum Bezirk Huckarde zählt, schlägt sich deutlich nieder in der Statistik. Zeitweise waren mehr als 70 Bewohner infiziert. 19 von ihnen sind im Altenheim im Zusammenhang mit dem Virus gestorben (Stand: 19. Februar).

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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