Ein Bild aus dem Sommer 2019: Politiker befürchten für Deusen noch dramatischere Zustände, sollte das Freibad Stockheide schließen. © Uwe von Schirp (Archiv)
Stress für Anlieger

Aus für Freibad Stockheide? Vollchaos am Freibad Hardenberg befürchtet

Viele Menschen wollen das Freibad Stockheide in der Nordstadt retten – auch Politiker in Deusen. Denn eine Stockheide-Schließung wäre für das Freibad Hardenberg eine Katastrophe, sagen sie.

Die chaotischen Bilder aus dem Sommer 2019 dürften etlichen Dortmundern noch präsent sein: In Massen strömten Badegäste an heißen Tagen nach Deusen und sorgten rund um das Freibad Hardenberg für chaotische Zustände. Der Stadtteil war regelrecht verstopft.

Schlimmer geht es eigentlich nicht, möchte man meinen. Doch Politiker im Stadtbezirk Huckarde befürchten, dass die Zustände noch dramatischer werden, sollte das Freibad Stockheide in der Dortmunder Nordstadt gegen den Willen vieler Bürger vorübergehend oder gar dauerhaft schließen. Aktuell läuft eine Online-Petition für den Erhalt des sanierungsbedürftigen Bades.

Sollte es dennoch zu einer Schließung kommen, wäre das Deusener Bad neben dem Wischlinger Allwetterbad die „größte Anlaufstelle im Dortmunder Norden und Westen“, glaubt Gerhard Hendler, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Mailoh Deusen. „Stockheide muss zügig saniert werden, am

besten noch im Frühjahr 2021“, fordert deshalb der Ortsvereins-Vorstand.

„Stadtteil kann Besucher-Ansturm nicht mehr bewältigen“

Ansonsten ist die Voll-Katastrophe in den Augen der Kommunalpolitiker programmiert: Denn den zu erwartenden Besucher-Ansturm könnte der Stadtteil dann endgültig nicht mehr bewältigen, warnt Gerhard Hendler, auch stellvertretender Fraktionssprecher in der Bezirksvertretung Huckarde.

Bezirksvertreterin Lore Migdalsky befürchtet vor allem, dass sich die Belastung für die Anlieger am Bad- und Stiegenweg durch die Menschen-Massen nach einer Schließung des Freibads Stockheide noch vergrößern könnte.

„Wir vermuten zwar, dass die Freibäder wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr wahrscheinlich nicht öffnen werden. Trotzdem sind schon jetzt Vorkehrungen für Deusen zu treffen“, fordert Lore Migdalsky. Konkret meint sie damit, die Besucherzahlen wie schon im vergangenen Jahr für das Freibad Hardenberg zu reduzieren – und zwar so lange, bis eine Lösung für eine bessere Infrastruktur rund um das Deusener Freibad gefunden worden sei.

Bäderkonzepte im Sinne der Anwohner

„Uns ist es für die Zukunft ein großes Anliegen, dass das Bad ohne Einschränkungen von allen Dortmunderinnen und Dortmundern genutzt werden kann. Doch dazu braucht es vernünftige Konzepte, mit denen auch die Anwohner in Deusen leben können“, sagt Gerhard Hendler. Seit Jahren suchen alle Beteiligten händeringend nach einer Lösung, mit der das sommerliche Verkehrs- und Park-Chaos in den Griff zu kriegen ist.

„Die SPD Mailoh-Deusen geht davon aus, dass dieses Problem bei der angekündigten Aufstellung eines Bäderkonzeptes im Rahmen des Masterplans Sport ebenfalls Thema sein wird“, so Gerhard Hendler.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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