Coronavirus

Auf den Friedhöfen gibt es durch die Corona-Krise einen neuen Trend

Friedhöfe, Orte der Stille, wo man in der Regel nur wenigen Menschen begegnet. Deshalb sind Friedhöfe auch immer wieder Ziele von Randalierern und Dieben. In der Corona-Zeit ist das anders.
Während der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wurden die Friedhöfe, hier in Wischlingen, von der Bevölkerung mehr genutzt als sonst. © Stephan Schütze

Die städtischen Friedhöfe im Dortmunder Westen sind nicht verschlossen und als öffentliche Räume für die Bevölkerung frei zugänglich. Das hat fast auch unvermeidliche negative Folgen.

Viele Friedhofs-Besucher zeigen wenig Wertschätzung für diese Anlagen. Das zeigt sich durch Müll, Vandalismus und Diebstähle. Nicht selten wird Grabschmuck gestohlen.

Während der Kontakt-Beschränkungen blieben viele Menschen zu Hause. Gab es in dieser Zeit weniger Besucher auf den Friedhöfen und dadurch mehr Vandalismus und Diebstähle?

Stärkere soziale Kontrolle senkt Kriminalität

Die Antwort der Stadt Dortmund auf diese Frage überrascht. „Gerade in der Phase stärkerer Einschränkungen sind Friedhöfe intensiver von der Bevölkerung als grüne Freizeitanlagen entdeckt worden“, berichtet Stadtsprecher Christian Schön.

Die zusätzliche Publikums-Frequenz habe eine stärkere soziale Kontrolle mit sich gebracht. Zu dem Ergebnis kommt die Stadtverwaltung nach Prüfung des Beschwerde-Aufkommens. Demnach wurden deutlich weniger „nicht gewünschte Verhaltensweisen“ angezeigt.

Und tatsächlich haben die städtischen Friedhofs-Mitarbeiter etwas sonst nicht übliches bemerkt, ein Trend vielleicht: Zahlreiche jungen Familien haben die Friedhöfe mit ihrem Wege-System abseits des Straßenverkehrs als Schutzraum für ausgiebiges Inlineskater- und Fahrradtraining genutzt.

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