Caroline Wüstefeld, Jonas Schmidt und Manuel Aßhoff von der Physio-Praxis „Aktiv und Gesund“: Die drei hatten gute Laune nach der ersten Corona-Impfung. © Jörg Bauerfeld
Impfzentrum Phoenix-West

Zwei Stunden anstehen für Astrazeneca – trotzdem gute Laune am Impfzentrum

Es sah ein bisschen aus wie vor einem Rock-Konzert. Vor dem Impfzentrum in der Warsteiner-Music-Hall in Dortmund bildeten sich am Donnerstag lange Schlangen. Diesmal sah man viele junge Gesichter.

Seit dem 8. Februar wird im Impfzentrum in der Warsteiner-Music-Hall geimpft. Zunächst gab es den Biontech-Impfstoff gegen das Coronavirus in die Arme gespritzt. Unter anderem ging der an Dortmunder Bürgerinnen und Bürger, die über 80 Jahre sind.

Am Donnerstag (4.3.) dann ein anderes Bild vor dem Eingang zu den Impfstraßen: Lange Schlangen bildeten sich auf dem Phoenix-Platz. Und zahlreiche der Wartenden waren noch ziemlich jung.

Es waren Ärzte, Ärztinnen und das Praxispersonal, dazu Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Physiotherapie-Einrichtungen, die diesmal an der Reihe waren.

Gute Laune trotz schlechtem Wetter

Scheinbar kurzfristig wurde eine größere Menge an Astrazeneca-Impfstoff „frei“. Und so ging ein Angebot an die Praxen in Dortmund. Das wurde so gut angenommen, dass die Impftermine gesplittet werden mussten. So waren am 4. März erst einmal die dran, deren Nachnamen mit A-L beginnen.

Mehr als zwei Stunden lang mussten die Impfwilligen anstehen – im Regen. Doch der guten Laune tat das keinen Abbruch. Man war froh, endlich dran zu sein. „Wir wollten endlich mal geimpft werden“, so die Meinungen aus der Schlange.

Teilweise gab es erst am Dienstag (2.3.) eine Benachrichtigung zum Anmelden – dann die Bestätigung zum Impftermin. Erscheinen musste man in einem bestimmten Zeit-Slot.

Auszubildende unter 18 Jahren gingen leer aus

Der Zuspruch war enorm, die Laune gut. Trotz der langen Schlangen. Pech hatten lediglich die Auszubildenden der Praxen, die noch nicht das 18. Lebensjahr erreicht hatten. Die gingen leer aus, da das Mittel in Deutschland erst ab 18 Jahren zugelassen ist.

Angst vor Nebenwirkungen hatte kaum jemand. Wenn, dann habe man eben Pech gehabt, aber alles sei besser als keine Impfung. Das meinte auch Manuel Aßhoff.

Viele hundert Meter lang war die Schlange vor dem Impfzentrum.
Viele hundert Meter lang war die Schlange vor dem Impfzentrum. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Der Physiotherapeut war zusammen mit seinen Team-Mitgliedern der Physiopraxis „Aktiv und Gesund“ zum Impftermin erschienen. Und auch sie hatten nach zwei Stunden die lang erwartete Spritze bekommen – und waren durchaus happy.

Ende Mai folgt der zweite Termin

„Es ging gut vorwärts. Es funktionierte ganz gut“, erzählte Manuel Aßhoff nach dem Pieks. Auch den Folgetermin gab es für sie und alle anderen noch vor Ort. Die nächste Spritze gibt es am 27. Mai (Donnerstag). Dann wird es vermutlich auch wieder lange Schlangen geben – und bei besserem Wetter vermutlich noch bessere Laune.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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