Das Gebäude, das die Zeugen Jehovas viele Jahrzehnte nutzten, steht leer. Hier sollen Wohnungen entstehen. © Britta Linnhoff
Kirche in Dortmund

Wohnen statt beten an der Behringstraße – Zeugen Jehovas ausgezogen

Da wo Jahrzehnte gebetet wurde, soll bald gewohnt werden: Die Zeugen Jehovas haben offenbar ihr Gebäude an der Behringstraße verkauft. Es gibt bereits Pläne für das Haus.

Alteingesessene Hombrucher und Anlieger der Behringstraße kannten es gar nicht anders: An der Behringstraße haben die „Zeugen Jehovas“ eines ihrer Domizile in Dortmund.

Auch Bezirksbürgermeister Hans Semmler (CDU), seit Jahrzehnten politisch aktiv, kann sich nicht erinnern, dass es je anders war. Jetzt aber haben die Gläubigen das Haus offenbar aufgegeben.

Buchstaben hängen nicht mehr an der Fassade

Während das Internet noch immer die Hombrucher Adresse der Gläubigen nennt, stellten die Anwohner in Hombruch schon vor einiger Zeit fest, dass die feierlich gekleideten Menschen sonntags nicht mehr in das Gotteshaus der Zeugen Jehovas kamen. Auch die mannshohen Lettern an der Fassade „Gottesreich Jehovas“ waren abmontiert.

Ein Anlieger berichtet, dass das Gotteshaus online zum Verkauf angeboten wurde – und inzwischen auch verkauft sei.

Fest steht: Es wird sich etwas tun im verlassenen Gebäude. Das städtische Bauordnungsamt bestätigt auf Anfrage der Redaktion, dass eine Baugenehmigung erteilt worden sei: für einen „Umbau beziehungsweise eine Nutzungsänderung und eine Aufstockung zu Wohnzwecken“.

Weitere Einzelheiten teilte die Stadt Dortmund nicht mit. In der Straße geht das Gerücht um, fünf Wohnungen entstünden.

Die Zeugen Jehovas waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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Britta Linnhoff

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