Streit um Busstrecken

Wegen Großbaustelle: Kein öffentlicher Nahverkehr mehr zwischen zwei Stadtbezirken?

Noch mindestens für zwei Wochen ist eine Hauptverbindungsstraße im Dortmunder Süden voll gesperrt – auch für Busse. Die Politik macht DSW21 Vorwürfe. Doch die wehren sich.
Einfach zugehängt: Mehrere Wochen fallen auf einer Hauptverbindungsstraße die Busse weg. © Jörg Bauerfeld

Die Schüruferstraße ist, wenn es um Baustellenzeiten, Umleitungen und Vollsperrungen geht, wohl die am meisten betroffene Straße in Dortmund. Auch im Moment geht auf er wichtigen Ost-Westverbindung zwischen den Stadtbezirken Hörde und Aplerbeck nicht mehr viel.

Im Bereich der Adelenstraße (die von der Schüruferstraße nicht befahrbar ist) ist die Schüruferstraße mal wieder voll gesperrt – seit zwei Wochen. Zwei weitere Wochen Vollsperrung stehen vermutlich noch an, vielleicht auch weniger. Dann aber im Bereich ab der Ringofenstraße.

Große Umwege für alle Verkehrsteilnehmer

Vollsperrung heißt aber nicht, dass nur die Autofahrer große Umwege in Kauf nehmen müssen. Auch der öffentliche Nahverkehr ist ziemlich eingeschränkt. „Viel zu sehr“, wie Heinrich Fisseler findet. Er ist Mitglied der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Aplerbeck.

Im Moment ist die Schüruferstraße kurz hinter der Zufahrt auf die B236 voll gesperrt.
Im Moment ist die Schüruferstraße kurz hinter der Zufahrt auf die B236 voll gesperrt. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Die DSW21 hatte in den Monaten zuvor, wenn es aufgrund der Kanalbauarbeiten, eine Vollsperrung auf der Schüruferstraße gegeben habe, für einen Ersatzverkehr in den Bereichen gesorgt, die nicht mehr an das Busnetz angebunden waren. Das sei diesmal nichts passiert. „Die Leute, vor allem die Älteren, wissen nicht wie sie wegkommen sollen“, sagt Fisseler.

Es könne nicht sein, dass sich bei der DSW21 niemand rühre.

Dortmunder Stadtwerke wehren sich gegen die Kritik

Doch bei den Dortmunder Stadtwerken will man die Kritik nicht so stehen lassen: „Selbstverständlich kommen unsere Fahrgäste von Hörde nach Aplerbeck und wieder zurück, der Weg ist durch die Umleitung aber länger und führt über Schüren“, sagt Britta Heydenbluth, Sprecherin der DSW21.

Und warum gab es diesmal keinen Ersatzverkehr? „Aufgrund von anderen Baustellen und aufgrund der kurzen Zeit der Bauarbeiten von drei Wochen (im Vergleich zu mehr als einem Jahr in der Vergangenheit an der Schüruferstraße) haben wir uns gegen den Einsatz eines Taxi-Buses entschieden“, erklärt Britta Heydenbluth.

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