Drei feste Stellplätze gehören zum Dogewo-Servicebüro in der Albingerstraße. Dort wurde jetzt eine E-Ladesäule installiert. © Susanne Riese
Unbegründeter Protest

„Trotz großer Parknot“: Dogewo21 beansprucht für neue E-Autos Parkplätze

Um den Parkdruck zu verringern, hat Dogewo21 im Dortmunder Süden 32 neue Garagen gebaut. An der Straße fallen allerdings drei Stellplätze weg. Das sehen Beobachter mit Argwohn – zu Recht?

Wie fast überall sind im Dortmunder Ortsteil Benninghofen Parkplätze knapp. Drohen Stellplätze reduziert zu werden, weckt das Protest. So geschah es jetzt, als Dogewo21 an ihrer Servicestelle in der Albingerstraße drei Parkplätze für eigene Dienstfahrzeuge auswies.

Gerhard Ottmann vom SPD-Ortsverein Benninghofen/Brücherhof wundert sich darüber und will das Thema in der nächsten virtuellen Vorstandssitzung auf die Tagesordnung bringen. „Trotz der großen Parknot reserviert die Dogewo drei Parkplätze für sich, weil sie dort in Zukunft wohl ihre E-Autos laden kann“, schreibt er.

Es gäbe auch die Möglichkeit, Fahrzeuge hinter dem Agenturgebäude abzustellen. „Mich interessiert, ob diese Plätze angemietet sind und woher der Strom für die neu aufgestellte Ladesäule kommt.“

Ladesäule und Beschilderung sind bereits aufgestellt.
Ladesäule und Beschilderung sind bereits aufgestellt. © Susanne Riese © Susanne Riese

Plätze gehören Dogewo

Zu allen Fragen kann Dogewo21 Antworten geben, die auch den Ortsverein beruhigen müssten: „Die beanspruchten Parkflächen sind Dogewo21-eigenes Gelände. Dort haben wir drei nebeneinanderliegende Parkplätze für unsere Dienstfahrzeuge reserviert. Diese werden von unseren Mitarbeiter*innen benötigt, um ihren Tätigkeiten in den zum Bezirk des Servicebüros zugehörigen Stadtteilen nachzukommen“, teilt Tanja Meier aus der Dogewo21-Pressestelle mit.

Zum weiträumigen Bezirk der Servicestelle gehören neben Benninghofen noch Hacheney, Berghofen und Hörde.

„Eine Ladesäule zum Aufladen der E-Fahrzeuge wurde bereits installiert. Der Strom für diese Ladesäule stammt aus der Leitung unseres Servicebüros.“ Nicht etwa aus den Leitungen zu den städtischen Laternen, wie der Beobachter befürchtete.

Es sollen keine weiteren Flächen versiegelt werden

Zu den angesprochenen Plätzen hinter dem Gebäude sagt Tanja Meier: „Dort wäre theoretisch Platz für zwei Fahrzeuge, die aber nur hintereinander und nicht nebeneinander abgestellt werden könnten.“

Das sei unpraktisch. Zudem handele es sich um eine unversiegelte Fläche. „Warum sollten wir die versiegeln, wenn wir vor dem Haus eigene Parkflächen haben?“

Dogewo21 stellt derzeit einen Teil der Dienstflotte auf E-Autos um. Die neue Ladesäule an der Albingerstraße 2/Ecke Overgünne ist nur für die eigene Versorgung gedacht.

Allerdings hat Dogewo21 bei der Erneuerung und Erweiterung zweier Garagenhöfe in der Siedlung im vergangenen Jahr die technischen Voraussetzungen für private E-Ladestationen geschaffen. Nach Absprache mit Vermieter und Stromanbieter kann dort die weitere Infrastruktur für die Ladestationen installiert werden.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Seit 2001 in der Redaktion Dortmund, mit Interesse für Menschen und ihre Geschichten und einem Faible für Kultur und Wissenschaft. Hat einen Magister in Kunstgeschichte und Germanistik und lebt in Dortmund.
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Susanne Riese

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