Spektakulärer Einsatz: Hubschrauber flogen die benötigten Seile heran. © Schaper
Mit Video

Spektakulärer Helikopter-Einsatz war erfolgreich: Stromtrasse nimmt Gestalt an

Am Wochenende gab es einen Hubschrauber-Einsatz in Kruckel. Grund hierfür war kein Notfall, sondern eine Baumaßnahme. Spektakuläre Videoaufnahmen zeigen den Einsatz.

Am Samstag (20.3.) wurden in den Dortmunder Ortsteilen Kruckel und Schanze per Hubschrauber Leitungen an den neuen Hochspannungsmasten befestigt. Die Aktion war Teil der Baumaßnahme, die bereits seit April 2019 an der neuen Stromtrasse von Dortmund nach Hagen-Garenfeld durchgeführt wird.

Die Hubschrauber haben die sogenannten Vorseile an den neuen Strommasten befestigt. Diese Vorseile ziehen die Leiterseile schließlich in Position. Netzbetreiber Amprion zufolge ist die Aktion „gut gelaufen“, wie Pressesprecherin Mariella Raulf auf Anfrage mitteilt. „Wir hatten für den Einsatz gutes Wetter, vor allem im Vergleich zu den sehr windigen Tagen davor“, sagt sie.

Der Hubschrauber-Einsatz am Samstag sei bereits „um die Mittagszeit“ beendet gewesen. Die Wanderwege unter der Trasse, die aus Sicherheitsgründen für Anlieger, Fußgänger und Radfahrer gesperrt wurden, wurden kurz danach wieder freigegeben.

Nächster Schritt sind „Feinarbeiten“

Der Mastbereich in Dortmund soll laut Mariella Raulf voraussichtlich im Juli 2021 fertiggestellt werden – sofern alles gut läuft. Anwohner in Kruckel und Schanze erwartet dabei jedoch keine so spektakuläre Aktion wie am vergangenen Samstag: „Die Leitungen müssen im nächsten Schritt justiert und fixiert werden“, erklärt Mariella Raulf.

Das seien im Vergleich zu den bisherigen Baumaßnahmen „Feinarbeiten“. Strom wird der Mastbereich jedoch erst leiten, wenn die gesamte Trasse fertiggestellt ist. Das wird voraussichtlich Ende dieses Jahres, vielleicht auch Anfang nächsten Jahres der Fall sein, so Amprion.

Durch die neue Stromtrasse soll die Leistungskapazität des Stromnetzes gesteigert werden: Die Leitungen bringen Strom aus dem Norden Deutschlands – gewonnen aus Windenergie – in den Süden.

Das neue Freileitungssystem beginnt dabei in Dortmund-Kruckel, führt über das Umspannwerk Garenfeld nach Dauersberg in Rheinland-Pfalz und endet in Hünfeld (Hessen). Vom Umspannwerk in Garenfeld aus wird zudem die Hauptversorgungsleitung nach Schwerte geleitet.

Auch auf den Masten wurde fleißig gewerkelt.
Auch auf den Masten wurde fleißig gewerkelt. © Schaper © Schaper

Neue Masten sind höher, brauchen aber weniger Standorte

Enthielten die alten Verbindungen dabei 220-Kilovolt-Stromkreise, werden die neuen Masten gleich zwei 380-Kilovolt-Stromkreise transportieren. An manchen Stellen werden zusätzlich 110-Kilovolt-Kreise mitgeführt.

Die neuen Masten, die im Zuge der Baumaßnahmen entstehen, sind dabei höher als die alten. Dafür werden laut Stromnetzbetreiber Amprion weniger Standorte benötigt. Zum Vergleich: Standen auf der Gesamten Strecke vorher 106 Masten, wird die neue Trasse lediglich 59 Masten benötigen.

Eine Klage zweier Anwohner aus Herdecke gegen den Bau der neuen Trasse wurde im vergangenen Jahr abgewiesen.

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