Für Besucher und Anwohner des Phoenix-Sees soll sich bald einiges ändern - vor allem an der Südseite. © Bandermann (A)
Bürgerdialog

Sackgassen oder Totalsperrungen? Lösungsvorschläge für den Phoenix-See

Bei den „Bürgerdialogen Phoenix-See“ war das Thema Verkehr meist vorherrschend. Auch bei der siebten Auflage am 18. August sorgten vor allem Tuner, Poser und E-Scooter für Diskussionsstoff.

Der „Bürgerdialog Phoenix-See“ ist im August (19.8.) in die siebte Runde gegangen. Mitte August hatten die Anwohner des Sees erneut die Möglichkeit, sich mit dem Oberbürgermeister und den einzelnen Behörden über verschiedene Themen rund um den See auszutauschen.

Schwerpunkt der Veranstaltung war dabei der Verkehr auf der Südseite des Sees. Diese Seite wird unter anderem durch den Rudolf-Platte-Weg mit der City verbunden, daneben liegen die Straßen „Am Kai“, die Hörder Bachallee und die Phoenixseestraße.

Diese Straßen werden immer häufiger von Tunern besucht. Die Szene raubt den Anwohnern schon länger die Nerven und sorgte in der Vergangenheit bereits für mehrere Polizeieinsätze und Veränderungen im Verkehrssystem am See.

Sackgasse, Poller oder Totalsperrungen

Im Bürgerdialog wurden deshalb von der Stadt verkehrliche Maßnahmen zur Eindämmung der Tuner- und Raserszene präsentiert. Dabei handelte es sich jedoch vorerst um technische Überlegungen, wie die Stadt mitteilt.

Konkrete Vorschläge des Tiefbauamts waren indes die Schaffung von Sackgassen (in dem Fall für die Phoenixseestraße und „Am Kai“), eine Totalsperrung für alle Fahrzeuge (an der Phoenixseestraße) und eine selektive Sperrung mit versenkbaren Pollern oder eine Busschleuse („Am Kai“).

Ein weiteres Thema, das schon lange immer wieder in Bezug auf den See angesprochen wird, sind die E-Scooter. Hier hat es in der Vergangenheit bereits mehrere Beschwerden gegeben: Wahllos abgestellte Roller, die Rad- und Gehwege blockierten, sind für Besucher und Anwohner schon lange ein Ärgernis.

An der Straße Am Kai werfen die E-Scooter kunstvolle Schatten. Der Gehweg ist völlig zugestellt.
An der Straße Am Kai werfen die E-Scooter kunstvolle Schatten. Der Gehweg in Dortmund ist völlig zugestellt. © Franz Pesch © Franz Pesch

Stellplätze für E-Scooter werden weiterhin erarbeitet

Beim Bürgerdialog wurde von Seiten der Stadt versprochen, dass es in Zukunft nur noch 50 Roller pro Anbieter am Phoenix-See geben wird. Auch die sogenannten „Suchgeräusche“ der Roller – viele Anwohner kennen das laute Piepen der Scooter nur zu gut – wird nun zumindest nachts abgestellt.

Zudem werden Roller auch von fremden Anbieterfirmen für E-Scooter von den Flächen entfernt, auf denen die Roller nichts zu suchen haben, wie beispielsweise Gehwege.

Die Stadt Dortmund teilte außerdem mit, dass nun auch fachbereichs-übergreifend an einem Konzept für gezielt ausgewählte E-Scooter-Stellplätze gearbeitet werde. Bereits jetzt gibt es Abstellflächen an der Hörder Hafenstraße und der Hörder Bachallee. Die Abstellverbotszonen wurden wiederum deutlich erweitert, zumindest in unmittelbarer Seenähe soll es kein ungeordnetes Abstellen der Scooter mehr geben.

Das vollständige Protokoll für den Bürgerdialog wird noch auf der Internetseite der Stadt Dortmund veröffentlicht: dortmund.de

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