Solche Feldwege könnten zukünftig mit in das Radwegenetz aufgenommen werden. © Jörg Bauerfeld
Mehr Radwege

Rote werden grüner: SPD will Radverkehr im Dortmunder Süden ausbauen

Ein bisschen Radfahrpolitik gab es bei den Sozialdemokraten immer schon. Doch Corona und das Meiden des öffentlichen Nahverkehrs hat zum Umdenken geführt. Jetzt folgt eine Radfahr-Offensive.

Es gibt sie schon, die zahlreichen Radwege im Dortmunder Süden. Nur: Viele sind nicht zusammenhängend. Oftmals folgt einem ausgebauten Teilstück die Fahrt auf einer Hauptverkehrsstraße.

Dabei gibt es gerade in ländlichen Gebieten die Möglichkeit, weitere Wege für die Fahrrad-fahrende Bevölkerung anzubieten. Ganz oft fehlt nur ein Schild und man weiß auch als Ortsfremder Zweiradfahrer sofort, wo es lang geht.

Bisher nur für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben

Eine gute Möglichkeit, das Radfahrnetz ohne große Probleme zu erweitern sind die zahlreichen Feldwege. Natürlich nur die, die mit ihrer Fahrbahnbeschaffenheit ohnehin schon einer Straße ähneln. Für den normalen Autoverkehr sind diese meistens gesperrt, für den landwirtschaftlichen Verkehr aber freigegeben.

Die Brücke über die B1 ist neu, Radwege sucht man vergebens.
Die Brücke über die B1 ist neu, Radwege sucht man vergebens. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Ortskundige nutzen diese Strecken jetzt schon mit dem Rad, eine offizielle Auszeichnung als Radweg könnte aber helfen, einen großen Teil der Zweiräder von den Hauptstraßen wegzubekommen.

Eine Möglichkeit wäre da zum Beispiel die Verlängerung der Straße Am Hilger. Die führt in Verlängerung der Sölder Straße in Richtung Norden zur Köln-Berliner Straße. Nach einigen hundert Metern ist die Straße abgepollert und nur noch für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben.

Den Radverkehr von den Hauptstraßen holen

„Das wäre eine ideale Verbindung, um den Radverkehr von der Emschertalstraße zu leiten, die von LKW stark frequentiert wird“, sagt Jan Gavert, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bezirksvertretung Aplerbeck. In Teilen müsse noch etwas am Belag gemacht werden, das wäre aber nicht das große Problem.

„Die Wege sind grundsätzlich als Straße gewidmet, aber nicht für den Autoverkehr freigegeben“, so Gravert. Hier hat jetzt die Stadt Dortmund das letzte Wort. Auch bei einer geforderten Markierung von Radwegen an Hauptverkehrsstraßen und auf breiten Bürgersteigen.

Rote Markierungen wären der Idealfall

Eine dieser Markierungen würde sich an der neu gebauten B1-Brücke Buddenacker anbieten. „Eine Wunschvorstellung wäre natürlich, die Radwege wie in der Dortmunder Innenstadt mit roter Farbe zu markieren“, sagt Lothar Buddinger, Vorsitzender des SPD Ortsvereins Am Haarstrang (Sölde, Sölderholz, Lichtendorf).

Wenn nicht in dem auffälligen Rot, müsse aber eine andere Markierung erfolgen, damit es nicht zu einem Streit zwischen Radfahrern und Fußgängern komme. Neben den Brücke Buddenacker würde sich hier auch der weitere Verlauf der Köln-Berliner-Straße in beide Richtungen (Aplerbeck und Asseln) anbieten.

Denn diese Strecke werde von Radfahrern stark frequentiert und sei durch das hohe Verkehrsaufkommen auf der viel befahrenen Straße nicht ungefährlich.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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