Der Giebel zur Marsbruchstraße war das Letzte, was von dem alten Stallgebäude übrig blieb. © Jörg Bauerfeld
Historische Gebäude

Reste eines alten Gutshofes verschwinden – dafür kommen 180 Parkplätze

Es waren Überbleibsel des Gutshofes der ehemaligen Irrenanstalt. Mit schwerem Gerät wurde das alte Stallgebäude an der Marsbruchstraße abgerissen. Was folgt, entlastet die Anwohner.

Genutzt wurde die alte Remise schon lange nicht mehr, zumindest nicht mehr so richtig. Das alte Stallgebäude diente als Lagerraum für die LWL-Klinik. Eine besondere Aufgabe hatte sie nicht mehr. Aus historischer Sicht war sie das letzte Überbleibsel eines ehemaligen Gutshofes, den die damalige Provinzial-Irrenanstalt käuflich erwarb.

1891 wurde ein Bauerngut gekauft. Kurz nach dem Erwerb entstand dann die alte Remise. In den 1970er-Jahren verschwanden die alten Gutshäuser, die Remise ist nun ebenfalls Geschichte.

Der Plan, das alte Gebäude abzureißen, ist schon ein wenig älter. An der LWL-Klinik braucht man nämlich Platz. Parkplatz, um genau zu sein.

Der Plan war, schon im Sommer 2020 zu beginnen

Eigentlich sollte der Abriss schon im Sommer 2020 über die Bühne gehen. Doch unter anderem die Corona-Pandemie kam dazwischen. Ist der Abriss für den einen ein weiteres Verschwinden von geschichtsträchtigen Bauten, warten die Anwohner der Klinik dagegen schon sehnsüchtig auf die Bautätigkeiten.

Denn der alte Stall macht Platz für knapp 180 Parkplätze. Für die zugeparkten Anwohnerstraßen könnte dieser Neubau eine echte Entlastung bringen, waren doch bisher nur 150 Parkplätze an der LWL-Klinik für Personal und Besucher verfügbar. Die Zahl wird also mehr als verdoppelt.

Dr. Jörg Assion, Mitglied der Betriebsleitung der LWL-Klinik stellte das Projekt im Januar 2020 in der Bezirksvertretung (BV) Aplerbeck vor und die BV-Mitglieder nickten den Plan ab.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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