Der Online-Supermarkt Picnic liefert ab der kommenden Woche von Bochum aus auch in die südlichen Stadtteile von Castrop-Rauxel. © Picnic
Lieferdienst

„Picnic“ jetzt auch im Dortmunder Süden – doch die Warteliste ist lang

Schon seit Februar 2021 rollen die schmalen Elektrofahrzeuge von „Picnic“ durch einige Dortmunder Straßen. Doch viele müssen lange auf den ersten Online-Einkauf warten.

Neben „Gorillas“ und „Flink“ ist seit Februar 2021 nun auch „Picnic“ in den Straßen von Dortmund unterwegs. Das Unternehmen, welches 2015 in den Niederlanden gegründet wurde, ersetzt das Einkaufen im Supermarkt durch eine Online-Bestellung via App.

Die Lieferungen werden nach der Bestellung mit einem kleinen, nur 1,35 Meter breiten Elektrofahrzeug an die Haustüren der Kunden gebracht. In Dortmund gab es allerdings lange keine Haushalte aus dem Süden der Stadt, die diesen Service nutzen konnten.

Die Liefergebiete waren bisher hauptsächlich im Norden und Westen von Dortmund verteilt. Geliefert wurde unter anderem am Borsigplatz, in Brechten, Dorstfeld, Innenstadt-Nord und -West, in Lütgendortmund, Mengede, Westerfilde oder Wickede.

So sieht die App des Online-Lebensmittelhändlers Picnic aus.
So sieht die App des Online-Lebensmittelhändlers Picnic aus. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Neu dazugekommen sind seit August nun aber auch die südlichen Stadtbezirke. Das versprechen zumindest Posts des Unternehmens auf Facebook, gleichzeitig werden in den Straßen des Dortmunder Südens immer wieder die kleinen Elektro-Bullies gesichtet.

Unternehmen erhält „mehr Bestellungen als gewöhnlich“

Auch auffallend viel Werbung wird von dem Unternehmen ausgespielt, in der das Liefergebiet in Dortmund angepriesen wird. Auffällig wenig Rückmeldungen bekam dagegen unsere Redaktion: Trotz mehrfacher Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen blieb eine Presseanfrage vom 1. September bisher (Stand 17.9.) unbeantwortet.

Fredric Knaudt ist der Deutschland-Chef von Picnic. Der Online-Lebensmittelhändler ist im Corona-Jahr 2020 stark gewachsen.
Fredric Knaudt ist der Deutschland-Chef von Picnic. Der Online-Lebensmittelhändler ist im Corona-Jahr 2020 stark gewachsen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Doch auch so liegen einige Informationen vor. Picnic arbeitet mit dem System der Warteliste: Ein neu registrierter Kunde bekommt eine Nummer zugewiesen – ähnlich der beim Amt.

Auf der Internetseite von Picnic steht dazu: „Es ist zurzeit extrem viel los bei uns und wir erhalten deutlich mehr Bestellungen als gewöhnlich. (…) Aus diesem Grund kann es etwas dauern, bis du deine erste Bestellung aufgeben kannst“.

Zumindest in Hörde dauert es wahrscheinlich „nur“ ein paar Monate

Eine kurze Internetrecherche zeigt: In anderen Städten Deutschlands gibt es mehrere Medienberichte, in denen von Wartezeiten von bis zu einem Jahr gesprochen wird.

Das verlangt nach einem Selbsttest. Eine Anmeldung Anfang September (1.9.) katapultiert einen in Hörde wohnenden Menschen auf Warteplatz 11.640. 16 Tage später lag die Zahl bei 10.129. Wenn der Platz auf der Warteliste weiter in diesem Tempo sinkt, müsste ein potentieller Kunde aus Hörde rechnerisch etwas weniger als vier Monate warten, bis er seine erste Online-Bestellung aufgeben kann.

In den sogenannten „Fullfillment-Centers“ werden die Lebensmittel-Körbe aufgefüllt.
In den sogenannten „Fullfillment-Centers“ werden die Lebensmittel-Körbe aufgefüllt. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Damit zeigt sich: Picnic ist jetzt im Dortmunder Süden unterwegs – bei der Nutzung dieses Angebots ist allerdings Geduld gefragt. Wer es jedoch schafft, hat eine große Auswahl: Das Unternehmen liefert gratis, kontaktlos und bietet das

volle Supermarkt-Sortiment mit frischen Lebensmitteln sowie Produkten des täglichen Bedarfs an – auch von lokalen Anbietern. Zudem können auch Produkte vorgeschlagen werden, die noch nicht im Sortiment vorhanden sind.

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