Die Straße „Am Spörkel“ ist sehr eng, aber für viele Menschen aus Barop eine wichtige Verbindung zur Innenstadt. © Alexandra Wachelau
Parken in Dortmund

Park-Ärger: Politik sucht Lösung für eine der engsten Straßen Dortmunds

In dieser Straße wird es eng – vor allem für Radfahrer und Fußgänger. Aber auch auf der Fahrbahn bleibt bei dem Park-Chaos nicht viel Platz. Sind Knöllchen oder Parkverbote die Lösung?

Eine Bürgeranfrage hat in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Hombruch (4.5.) zu einer hitzigen Grundsatzdiskussion geführt. Die Straße, um die es dabei ging, ist denkbar schmal – und deshalb ein Problemfall. „Am Spörkel“ gibt es zu viele Autos und zu wenige Parkplätze. Für die Lösungssuche wird die Verwaltung eingeschaltet.

„Das ist eigentlich nur Autofreundlich“

Ein Anwohner hatte sich hilfesuchend an die Bezirksvertreter gewandt. „Der sowieso schon viel zu schmale Bürgersteig ist auf beiden Seiten mit Gerüsten zugebaut“, schilderte er in seinem Schreiben. „Wer hier Kinderwagen und ein Kind an der Hand hat, ist auch aufgeschmissen“, schrieb der Anwohner weiter.

Doch nicht nur an der Straße „Am Spörkel“ sei der Weg problematisch. Auf dem Weg zur Harkortstraße könne man auch über den Bramkamsweg und die Straße „Am heiligen Busch“ gehen, allerdings seien hier auf beiden Straßenseiten die Bürgersteige zugeparkt. Mit einem Kinderwagen müsse man dann über die Straße laufen, so der Anwohner.

Auch ohne Baustelle ist der Gehweg hier sehr schmal.
Auch ohne Baustelle ist der Gehweg hier sehr schmal. © Alexandra Wachelau © Alexandra Wachelau

„Das ist weder Fahrrad-, Behinderten- oder Familienfreundlich, sondern eigentlich nur Autofreundlich“, schrieb er. Im letzten Satz bittet er die BV darum, die Situation zu entschärfen.

Guido Preuss, Fraktionsvorsitzender der CDU in Hombruch, sieht in der Anfrage ein Anliegen, das sich nicht nur auf Barop beschränkt: „Wir haben dieses Problem überall im Stadtbezirk. Es ist schon seit Jahren so, dass die Autos hier so eng parken“, sagt er. „Wir könnten natürlich Knöllchen verteilen, aber das würde das Problem nicht entschärfen, höchstens verlagern. Wir können die Autos nicht wegdiskutieren.“

Verwaltung soll Lösungsansätze suchen

Volker Schultebraucks (SPD) dagegen setzt sich dafür ein, zu prüfen, wo an dieser Straße das Parken überhaupt erlaubt ist. „Wir sollten diese Anfrage nicht ignorieren, es ist illegal, auf dem Gehweg zu parken“, betont er.

Sein Parteikollege Markus Demtröder spricht sich dabei ebenfalls gegen eine Verkehrskontrolle aus – allerdings nicht, weil das Problem dadurch verlagert wird. Stattdessen wirft er ein, dass „Am Spörkel“ vor allem Anwohner parken – und „Knöllchen sind für die hier lebenden Anwohner wahrscheinlich nur eine zusätzliche finanzielle Belastung“, sagt er. Ein einseitiges Halteverbot könne zumindest die enge Straße entlasten.

Die Grünen wiederum sprechen sich für eine Parkkontrolle durch das Ordnungsamt aus. Mit diesem Vorschlag wurden sie jedoch von den übrigen Parteien überstimmt. Stattdessen einigten sich die Bezirksvertreter schließlich darauf, die zuständige Verwaltung in Dortmund einzuschalten, um einen Lösungsansatz zu finden.

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