An dieser Stelle wird die Zufahrt zu dem neuen Wohngebiet sein: an der Brücherhofstraße. © Jörg Bauerfeld
Wohnen in Dortmund

Neues Wohngebiet in Dortmund: 60 Mal Wohnen auf der grünen Wiese

Anstelle von Gärten und Feldern wird künftig eine Bebauung eine große Freifläche im Dortmunder Süden einnehmen. Nach einem Architektenwettbewerb ist nun klar, was genau dort entstehen wird.

Es ist Idylle pur, zumindest derzeit noch. Denn das große Feld zwischen den Straßen Brücherhofstraße, Overgünne und An der Hundewiese in Benninghofen wird immer weiter schrumpfen.

Gibt es hier bislang nur eine sogenannte Randbebauung, geht es jetzt ans Eingemachte. Die innenliegenden Grünflächen werden zugebaut. Offiziell heißt der Bebauungsplan „Hö 215“. Der umfasst insgesamt 60 Wohneinheiten. Auf einer Fläche, die derzeit noch als Ackerland und Garten genutzt wird. Zuerst waren hier sogar bis zu 90 Wohneinheiten vorgesehen.

Aufstellungsbeschluss könnte am 17. März erfolgen

Noch sind allerdings auch die nun geplanten 60 Wohneinheiten nicht in trockenen Tüchern. Denn zunächst muss noch die Aufstellung des Bebauungsplans erfolgen. Das Bebauungsplanverfahren „Hö 215 – Auf dem Wüstenhof“ beginnt mit dem Aufstellungsbeschluss, der am 17. März 2021 durch den Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen gefasst werden soll.

So sieht das städtebauliche Konzept der Firma Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH aus.
So sieht das städtebauliche Konzept der Firma Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH aus. © Pesch Partner Architekten © Pesch Partner Architekten

Anschließend ist die sogenannte frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit geplant, die voraussichtlich im zweiten Quartal 2021 in Form eines zweiwöchigen Planaushangs im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt sowie digital über die Internetseite des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes erfolgen kann.

Grundlage für das Bebauungsplanverfahren ist ein Konzept aus dem Büro

Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH aus Dortmund. Dieses konnte sich bei einem Architektenwettbewerb durchsetzen. Auf der Fläche wird eine Mischung aus Doppelhäusern und Einfamilien- sowie Mehrfamilienhäusern entstehen.

Geförderter Wohnungsbau und eine neue Kita

25 Prozent der geplanten Wohnungen sollen im öffentlich geförderten Mietwohnungsbau errichtet werden. Auch eine neue Kita inklusive Spielplatz sind geplant. Die Zufahrt zu dem neuen Wohngebiet soll über die Brücherhofstraße erfolgen.

Die Idee für eine Bebauung der Fläche ist im Übrigen nicht neu. Schon in den 1990er-Jahren gab es erste Pläne, das Hinterland an der Overgünne als Bauland freizugeben. Auch damals hieß der Bebauungsplan schon „Hö 215 – Auf dem Wüstenhof“. Jetzt könnten die Pläne in überarbeiteter und gereifter Form endlich spruchreif werden.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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