Nach einem Wasserrohrbruch im Dortmunder Süden wollten sich Trickbetrüger Einlass in Häuser verschaffen. © Jörg Bauerfeld
Kriminalität in Dortmund

Nach Wasserrohrbruch: Aufmerksame Anwohner verhindern Trickbetrug

Ein Wasserrohrbruch ist in der Winterzeit nicht unbedingt etwas Besonderes. Besonders ist jedoch, wenn dieser Rohrbruch nur Stunden später schon Betrüger auf den Plan ruft.

Sonntagvormittag in einer kleinen Wohnstraße: Ein Wasserrohr gibt den Geist auf, Mitarbeiter der Donetz sind schnell vor Ort und legen die Bruchstelle frei. Die Straße im Dortmunder Süden wird voll gesperrt, der Verkehr wird umgeleitet.

Passiert ist das alles auf dem Grenzweg im Dortmunder Ortsteil Höchsten – zwischen der Talstraße und der Kreisstraße. Nichts Außergewöhnliches – bis am frühen Abend des 14. Februar die Telefone bei Anwohnern in der Umgebung klingelten.

Vorgegeben, noch nach den Hausanschlüssen schauen zu müssen

Am anderen Ende der Leitung eine Männerstimme, die sich als Mitarbeiter der DEW21 ausgab. Man müsse noch einmal in die Häuser und nach den Hausanschlüssen schauen. Nicht, dass es dort aufgrund des Wasserrohrbruches irgendwelche Schäden gegeben hätte.

Zum Glück roch ein Anwohner den Braten und rief bei der DEW21 zurück. Hier wurde dann mitgeteilt, dass kein Mitarbeiter mehr draußen sei. Über das Online-Portal „nebenan.de“, in dem sich Menschen aus einem bestimmten Wohngebiet anmelden können und so die neusten Nachrichten austauschen können, ging wenig später eine Warnung an alle Holzener und Höchstener heraus.

Anwohner wurden misstrauisch und reagiert vorbildlich

Der Anwohner schrieb, dass in der Umgebung Leute unterwegs seien, die unter einem Vorwand in die Wohnung kommen wollen. Und er warnte seine Nachbarn mit Erfolg.

„Das war ein vorbildliches Verhalten“, sagt Polizei-Pressesprecher Peter Bandermann. Man habe sich rückversichert und die Nachbarn gewarnt. Wichtig sei aber auch immer in so einem Fall die Polizei zu verständigen.

„Der Anruf bei der Polizei ist kostenlos. Und genau solche Hinweise auf Personen, die sich dort aufhalten und vermutlich auch noch Straftaten planen sind sehr wichtig für die Polizei“, erklärt Peter Bandermann.

So hätte die Polizei die Chance, Personen zu überprüfen und weitere Straftaten zu verhindern. Erstaunlich sei aber, dass die vermeintlichen Betrüger so schnell nach dem Wasserrohrbruch reagiert hätten.

Immer Rückversichern bei der Störungsstelle

Und was sagt die Donetz (Tochterfirma der DEW21) dazu? „Wir werden in so einmal Fall nie unangemeldet vor der Tür stehen“, sagt Ole Lünnemann, Pressesprecher der Donetz. „Bei der Überprüfung des Hausanschlusses warten wir immer, bis der Kunde sich bei uns meldet.“

Zudem würde man sich auch niemals mit DEW21 melden. Wer also einen Schaden melden möchte oder sich rückversichern will der sollte folgende Nummer wählen: Tel. (0231) 54 49 71 13, die Störungsstelle Wasser.

Auf der Baustelle am Grenzweg wird es am Montag (22.2.) weitergehen. Der Grenzweg bleibt also noch einige Zeit voll gesperrt.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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