In Hörde wird ein Konzept für eine lebendige und attraktive Zukunft des Zentrums erarbeitet. © Susanne Riese
Zukunfts-Konzept

Mutige Ideen sollen das Hörder Zentrum attraktiver machen

Lebendige Zentren brauchen neue Ideen und Konzepte. In Hörde soll beides nun von Profis erarbeitet werden, um die City zu einem attraktiven, lebendigen Ort zu machen. Ideen gibt es einige.

Corona-Beschränkungen, Lockdowns und Großbaustellen haben die Situation für die Stadtteilzentren nicht einfacher gemacht. Sie kämpfen gegen Leerstände, Verödung und schwindende Besucherfrequenzen.

Neue Ideen tun Not. Deshalb soll nun für Hörde mit professioneller Hilfe ein Standortmarketing-Konzept erarbeitet werden, das die Hörder City zu einem lebenswerten und attraktiven Ort macht und zu einem Magnet für Kundinnen und Kunden.

Bezirksvertretung (BV) und Stadtbezirksmarketing Hörde suchen dabei 20 Jahre nach dem ersten Aufschlag für ein Marketingkonzept erneut Unterstützung beim Büro Frauns aus Münster und dem Fachbüro Junger und Kruse aus Dortmund.

Vertreter der beauftragten Büros, der Stadtteilagentur und des Stadtbezirks-Marketings Hörde tauschten sich über das Projekt aus.
Vertreter der beauftragten Büros, der Stadtteilagentur und des Stadtbezirks-Marketings Hörde tauschten sich über das Projekt aus. © Susanne Riese © Susanne Riese

Die Hörder BV hat für dafür 30.000 Euro für drei Jahre bereitgestellt. „Es geht um die Frage, wie wir uns in Hörde für die Zukunft aufstellen“, sagte Bezirksbürgermeister Michael Depenbrock bei der Vorstellung des Auftrags. Er stellte die Veränderungen im Einzelhandel heraus, die eine neue Ausrichtung erfordern, die möglicherweise andere Schwerpunkte setze wie Kultur oder Wohnen.

Neue Ideen sollen weitergedacht werden

„Wir wollen in Kommunikation mit Gewerbetreibenden, Immobilienbesitzern und Anwohnern Ideen aufgreifen und dafür sorgen, sie zu installieren“, sagte Thomas Weyland von der Stadtteilagentur Hörde.

Ganz konkret könnte beispielsweise untersucht werden, welche Angebote oder Maßnahmen die vielen Hundert Besucher der Sparkassenakademie und Beschäftigte des Seeareals über die Faßstraße ins Zentrum locken könnten. „Ein belegtes Brötchen wird dafür nicht reichen“, sagt Thomas Weyland und nennt Freizeitangebote, neue Gastronomie oder Kulturelles als mögliche Ansätze.

Mit solchen Fragen werden sich das Planungs- und das Moderationsbüro in den nächsten Monaten beschäftigen. Eine wesentliche Aufgabe bestehe darin, das Hörder Zentrum neu zu denken, sagte Rolf Junker.

Positive Entwicklungen am Standort nutzen

Zentren stünden aktuell unter besonderem Druck und befänden sich in einer Krise, „für die es keine einfachen und bekannten Lösungen“ gibt. Er plädierte dafür, diese Krise als Chance zu nutzen. Eine zentrale Frage dabei könnte sein, wie die positive Entwicklung am Phoenix-See und auf Phoenix-West auf die Hörder City abfärben könnte.

Ein attraktiver Einzelhandel bestimmt mit über die Zukunft der Stadtteilzentren.
Attraktiver Einzelhandel bestimmt mit über die Zukunft der Stadtteilzentren. © Hörder Stadtteilagentur © Hörder Stadtteilagentur

Für ein solches Konzept müsse man nicht nur auf die Veränderungen reagieren, sondern den Mut haben, auch über neue Dinge nachzudenken, meinte Elke Frauns. „Die Kundschaft ist hochgradig untreu. Die Frage ist: Wie können wir sie dazu bringen, das Zentrumserlebnis wieder wertzuschätzen?“

Sie setzt auf Information und Emotionen für ein erfolgreiches Stadtbezirksmarketing mit Projekten und Ideen, die „lebendig, motivierend und kreativ“ sein sollen.

Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort wollen die Büros Schwächen und Stärken klar benennen, um daraus neue Wege und Vorhaben abzuleiten. Dazu soll es Befragungen von Handel und Immobilienwirtschaft geben, die Herkunft der Kunden soll erfasst werden und eine Online-Befragung unter Phoenix-See-Besuchern die Bedeutung des Hörder Zentrums ermitteln.

Denn am Ende sollen konkrete und machbare Maßnahmen stehen, „nicht ein Konzept für die Schublade“, sagt Rolf Junker. Die Umsetzung soll ab Mitte 2022 erfolgen.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Seit 2001 in der Redaktion Dortmund, mit Interesse für Menschen und ihre Geschichten und einem Faible für Kultur und Wissenschaft. Hat einen Magister in Kunstgeschichte und Germanistik und lebt in Dortmund.
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Susanne Riese

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