Trotz der Pandemie hat die traditionsreiche Gaststätte eine neue Pächterin gefunden, die viel Erfahrung mitbringt. © Jörg Bauerfeld
Gastronomie

Mitten in der Pandemie: Traditionsreiche Gaststätte hat neue Pächterin

Getan hatte sich in der Gaststätte im Dortmunder Süden seit Anfang 2021 nichts mehr. Der Pächter war verschwunden. Doch jetzt ist wieder Leben in dem traditionsreichen Haus – trotz Corona.

Plötzlich waren die Rollos wieder hochgezogen, die Tür stand offen. Im Gastraum wurde heftig gewerkelt, gestrichen und umgebaut. Die Polster wurden neu bezogen. In dem Glaskasten, in dem früher einmal eine Speisekarte hing, ist ein Zettel befestigt.

„Liebe Gäste, es geht weiter“, ist darauf zu lesen. „Sobald wir Corona überstanden haben, sind wir für Sie da.“ Das Haus Heimsoth an der Berghofer Straße ist wieder erwacht. Gut vier Monate war das traditionsreiche Gasthaus geschlossen. Der letzte Pächter hatte es nicht geschafft und nach ein paar Monaten wieder das Handtuch geschmissen.

Diese Ankündigungen hängen in den Schaukästen vor Haus Heimsoth.
Diese Ankündigungen hängen in den Schaukästen vor Haus Heimsoth. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Jetzt hat Renate Karbowniczek das Ruder übernommen. Die Gastwirtin ist schon bekannt im Dortmunder Süden. Im Aplerbecker Ortskern führt sie das Grillhaus und acht Jahre lang war sie für die Gasstätte „Zur Taube“ an der Ostkirchstraße verantwortlich.

Acht Jahre lang die Taube geführt

Das alte Gasthaus wird nun abgerissen. An seine Stelle kommt ein „Wohnklotz“. Als Renate Karbowniczek ihre Kündigung für die Taube bekam, schaute sie sich im Dortmunder Süden nach einem geeigneten Ersatz um – und den hat sie jetzt im Haus Heimsoth gefunden.

Dessen neue Wirtin ist eine Macherin. Das zeigen schon die kleinen, aber feinen Veränderungen im Gastraum. Der ist jetzt schon sehr viel heller und einladender geworden. „Auch im Saal wollen wir noch einige Dinge verändern“, erzählt Renate Karbowniczek.

So soll beispielsweise die Bühne einen neuen Look bekommen. Damit auch wieder Veranstaltungen in dem altehrwürdigen Saal stattfinden können. So wie vor einigen Jahren, als dort Theater gespielt wurde und Chöre auftraten.

Haus Heimsoth ist ein Haus der Chöre

Die Chöre haben ohnehin immer eine große Rolle in dem Haus an der Berghofer Straße gespielt. Das Haus Heimsoth ist ein offizielles „Haus der Chöre“. Und der erste ist auch schon wieder da. Der gemischte Chor Silberklang hat sein Equipment schon im Saal deponiert. Weitere sollen folgen.

Wie genau die Küche sein wird, kann Renate Karbowniczek noch nicht sagen. „Es wird eine gute westfälische Küche. Auch einen Mittagstisch werde ich hier mal ausprobieren.“

Richtig geöffnet werden soll aber erst, wenn wieder Gäste in die Gaststätten dürfen. Dann können sich nicht nur die Berghofer ein Bild vom neuen, alten Haus Heimsoth machen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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