Was war los vor dieser Tedi-Filiale im Dortmunder Süden? © Jörg Bauerfeld
Wirtschaft in Corona-Zeiten

Lange Schlangen an der Kasse: Hat Tedi verbotenerweise geöffnet?

Das Rodenbergcenter im Dortmunder Süden beherbergt viele Geschäfte. Die meisten sind wegen der Corona-Schutzverordnung geschlossen. Auch der Tedi hätte zu sein müssen – war er aber nicht.

Was war da los am Dienstag (16.2.) im Rodenbergcenter? Während ein Großteil der Geschäfte aufgrund der Corona-Schutzverordnung geschlossen ist, brannte an diesem Tag bei Tedi Licht. Mitarbeiter liefen in den Verkaufsräumen umher und an den Kassen standen Kunden.

Dabei gehört Tedi zu den sogenannten „Nonfood-Händlern“. Also Läden, in denen keine Ge- und Verbrauchsartikel des täglichen Bedarfs zu finden sind. Läden, die in Corona-Zeiten eigentlich nicht geöffnet haben dürften.

Große Diskussion in den öffentlichen Netzwerken

Also, was war los in Aplerbeck? In den öffentlichen Netzwerken gingen die Diskussionen schnell los. Von einer verbotenen Öffnung war da die Rede. „Die Personen kamen alle schwer bepackt aus dem Laden. An der Kasse wurde ganz normal gescannt und bezahlt“, so heißt es in einem Eintrag bei Facebook.

Auch die Polizei soll vor Ort gewesen sein und hätte die Filiale wieder geschlossen. Also doch eine verbotene Öffnung? „Nein“, so die Auskunft der Polizeipressestelle. Man habe an diesem Tag keinen Einsatz vor dem Tedi im Rodenbergcenter gehabt.

Ware kommt weiter an und muss verräumt werden

Auch die Sache mit den im Geschäft umherlaufenden Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen klärte sich schnell auf. „Wir arbeiten ganz normal weiter und hatten die Tage Mitarbeiter aus der Zentrale da. Inventur wird auch jetzt gemacht. Ware kommt auch weiter und muss verräumt werden damit wir alles fertig haben, wenn wieder geöffnet wird“, so ein Kommentar einer Tedi-Mitarbeiterin.

Bleibt aber noch die Anschuldigung des verbotenen Verkaufs von Waren. Hierzu gibt es eine offizielle Stellungnahme der Tedi-Pressestelle: „Für den 16. Februar haben wir einen internen und nur für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugänglichen Personalverkauf in unseren eigenen Räumlichkeiten organisiert“, erklärt ein Mitarbeiter der Tedi-Pressestelle.

Mitarbeitern einen vergünstigten Verkauf zu ermöglichen

Aufgrund des aktuellen Lockdowns sei es das Bestreben des Unternehmens gewesen, die Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen und ihnen einen vergünstigten Einkauf zu ermöglichen.

„Betriebsfremde Personen waren nicht zugelassen und natürlich wurde bei der Organisation und Umsetzung genauestens auf die Einhaltung aller Hygienevorschriften geachtet“, heißt es aus der Tedi-Pressestelle.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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