So sieht es aus, wenn Anlieger des Beisterwegs auf das Grundstück blicken. Es herrsche derzeit wieder reges Treiben rund um den Bauwagen sagen sie. © privat
Am Beisterweg

Lärm und Abfall: Keine Verbesserung am Gleisdamm trotz Versprechen der Bahn

Anliegern des Beisterwegs ist das Treiben auf dem Nachbargrundstück schon länger nicht geheuer. Jetzt, da die Bäume kahl sind, haben sie wieder freie Sicht auf die Dinge, die sie stören.

Ihren Namen möchten die Anlieger des Beisterweges nicht in der Zeitung lesen, ihnen sei das Treiben samt der Menschen dort nicht geheuer. Sie sagen: „Wir dachten, dass das Bahngelände vor einigen Wochen geräumt werden würde, da sich dort einiges tat.“

Aber die Hoffnung habe wohl getrogen, denn: „Jetzt im Winter, wo die Bäume wieder kahl sind, hat man einen guten Blick auf die Trasse. Leider wurde nach einigen Tagen Ruhe nun doch wieder eine Menge Zeug auf das Gelände verfrachtet.“

Es sei schon so, dass der Baulärm auf dem Gleisdamm abgenommen habe, seit die Polizei den Weg dorthin gefunden habe. Das war im Sommer. Dennoch sei der Bauwagen jetzt dort fast jeden Abend bis in die Nacht beleuchtet und man sehe Leute herumlaufen.

In der Nachbarschaft wird eine neue Kita gebaut

Ein bisschen Hoffnung setzen die Beisterweg-Anlieger in die Kita, die gerade am Ende der Straße / Ecke An der Witwe gebaut wird: „Wir hoffen, dass vielleicht auch die Betreiber dieser Kita sich noch einmal dahinter klemmen, dass in Gartennähe keine komischen Gestalten herumlaufen und sich immer mehr in das Grünstück ‚hinein bauen‘.“

Die Stadt Dortmund teilt auf Anfrage mit, dass es sich bei der besagten Fläche um „ein Grundstück der Deutschen Bahn handelt“. Wegen des Lärms auf dem Grundstück habe sich das städtische Umweltamt im Mai 2020 mit der Bahn in Verbindung gesetzt. Die habe dann seinerzeit zurückgemeldet, den „Beschwerdegrund abzustellen“.

Weitere Informationen seitens der Bahn habe es danach nicht mehr gegeben, so heißt es von Seiten der Stadt, und weiter: „Aber bei der gewöhnlich guten Zusammenarbeit mit der DB bestand kein Grund daran zu zweifeln, dass die Bahn gehandelt hat.“

Auch bezogen auf die diversen Abfallablagerungen sei die Bahn gebeten worden, als Grundstückseigentümer für eine „ordnungsgemäße Beseitigung zu sorgen“. Die Stadt werde nach den neuerlichen Klagen über die Situation vor Ort „noch einmal nachhaken und auf die neuen Beschwerden hinweisen“. Dann könne man gegebenenfalls bei der Bahn nachsteuern.

Die Polizei meldet lediglich vier Einsätze in den letzten Monaten

Die Polizei meldet auf Anfrage seit der ersten Berichterstattung unserer Redaktion im Juli 2020 bis heute allerdings lediglich vier Einsätze (jeweils Ruhestörungen, Strafanzeige wegen eines Graffitis) in dem Bereich der Bahntrasse, in dem gesamten Bereich zwischen A 40 im Norden und dem südlichen Bereich bis zur Stockumer Straße.

Auch dem Beschwerdemanagement lägen keine Hinweise auf massive Störungen in diesem Bereich vor. Die Anfrage an die Bahn blieb bisher unbeantwortet.

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Britta Linnhoff

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