Ein Foto aus 2020: Das Wasser staut sich vor den Sandsäcken, die als Barrieren aufgebaut worden waren. © Kita
Am Stortsweg

Kita unter Wasser: Stadt sagt, Bauherr war in der Kontrollpflicht

Die Kita Stortsweg ist leidgeprüft: Schon zweimal stand die neue Einrichtung unter Wasser. Die Stadt hat „schwerwiegende Fehler“ beim Bau diagnostiziert. Wie konnte das passieren?

Für die Kita ist die Situation ein Albtraum: Schon zweimal wurde die Einrichtung überflutet. Jetzt teilte die Stadt auf Anfrage mit: „Die Prüfung der Entwässerungssituation vor Ort hat ergeben, dass schwerwiegende Fehler in der privaten Entwässerung der Kita vorhanden sind.“

Wieso hat das niemand bemerkt? Auf Nachfrage teilt die Stadt dazu mit: „In der Tat sollten privat beauftragte Bauleistungen durch den Auftraggeber unter Beteiligung des Architekten geprüft und abgenommen werden. Es kann nur vermutet werden, dass im vorliegenden Fall der schwerwiegende Fehler bei der Bauausführung erfolgte und bei der Abnahme der Leistungen durch den privaten Auftraggeber nicht erkannt wurde.“

Die Stadt selbst sieht sich da nicht in der Verantwortung: In der Bauordnung NRW sei explizit aufgeführt, „dass private Entwässerungsanlagen genehmigungsfrei sind“. Hier sei also der Bauherr selbst in der Kontrollpflicht. Und die Fehler lägen in diesem Bereich. Der jetzige Besitzer der Immobilie ist übrigens nicht der Bauherr.

Die Stadtentwässerung kontrolliere den Anschluss an den öffentlichen Kanal. Dies sei in diesem Fall „am 13.9.2017 ohne Beanstandungen erfolgt“.

Die Stadt weist außerdem auf eine existierende Starkregengefahrenkarte für Dortmund hin. Dieses Tool gebe es seit 2019. Hier könnten sich Bauherren und Architekten im Vorfeld bereits informieren.

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Britta Linnhoff

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