Die „Keihnachtsmarkt“-Tasse war ein echter Renner. Der Verkaufserlös war für einen guten Zweck. © Wittler
Kreatives Engagement

„Keihnachtsmarkt“-Tasse: Verkauf brachte sensationelle Summe fürs Gast-Haus

Torsten Wittler hatte eine Idee, die sich zu einer ganz großen Nummer entwickelte: eine Tasse zur Erinnerung an den ausgefallenen Weihnachtsmarkt. Das Gasthaus kann sich über den Erlös freuen.

Es kommt sicher nicht so oft vor, dass Heinrich Bettenhausen, erster Vorsitzende der Wohnungslosen-Initiative „Gast-Haus statt Bank“, so ins Schwärmen gerät. Ins Schwärmen über eine echt kreative Idee und ins Schwärmen über einen symbolischen Scheck, auf dem eine stolze Summe stand.

Eine gewaltige Spendensumme für das Gast-Haus

15.000 Euro für das Gast-Haus. Das gab es aus den Händen von Torsten Wittler (Wittler-Kommunikation) und Norbert Kerstiens (Druckerei Stöcker) in den Räumen an der Rheinischen Straße in der Dortmunder-Innenstadt. Das Geld stammt aus einer bislang einmaligen Aktion in Dortmund.

Heinrich Bettenhausen (Gast-Haus, links) freut sich über den symbolischen Scheck, den Torsten Wittler und Norbert Kerstiens überreichen.
Heinrich Bettenhausen (Gast-Haus, links) freut sich über den symbolischen Scheck, den Torsten Wittler und Norbert Kerstiens überreichen. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Zur Erinnerung an den ausgefallenen Weihnachtsmarkt 2020 hatte Torsten Wittler im Dezember eine Tasse entworfen und die zusammen mit der Druckerei Stöcker in Wellinghofen auf den Markt gebracht. Mit dem Ziel, dem Gast-Haus etwas Gutes zu tun.

Die Idee ging durch die Decke. Selbst aus Australien kam per E-Mail eine Anfrage zum Kauf einer Tasse. „Die habe ich dann auch persönlich abgeschickt“, sagt Torsten Wittler. Mehr als 1000 Tassen gingen so weg. Am Ende stand eben die stolze Summe von 15.000 Euro.

„Wer noch möchte, kann auch noch eine Tasse bekommen“, sagt Norbert Kerstiens. Die müsste dann per E-Mail bestellt werden unter reservierung@dortmunder-keihnachtsmarkt.de

Für das Gast-Haus, das sich ausschließlich aus Spenden finanziert, ist aber bereits aus dem bisherigen Verkauf eine richtig große Summe zusammengekommen. Und die ist auch schon verplant: für eine gemeinsame Aktion mit dem Straßenmagazin bodo und dem Dortmunder Wärmebus der Malteser.

Für das Geld werden unter anderem Hotelzimmer angemietet

Gemeinsam hat man in einem Hotel in der Dortmunder City Zimmer für die Wohnungslosen angemietet, damit sie der Kälte des derzeitigen Winters entfliehen können und eine sichere Rückzugsmöglichkeit haben.

Des Weiteren wird in einem benachbarten Haus an der Rheinischen Straße ein Hygienezentrum für die Wohnungslosen eingerichtet. Mit Ruhe- und Sanitärräumen. Damit sich die Besucher auch einmal in Ruhe waschen und dort die Toiletten aufsuchen können.

„Hier wäre es schön, wenn uns die Stadt Dortmund ein wenig unterstützen würde“, sagt der Gast-Haus-Vorsitzende Heinrich Bettenhausen. Denn gerade die laufenden Kosten wie Strom und Wasser würden sicherlich immens werden.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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